US-Open-Generalprobe

Zverev gewinnt Cincinnati-Thriller & schreibt Geschichte

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Alexander Zverev steht im Achtelfinale von Cincinnati – aber der Weg dorthin hatte es ordentlich in sich. Die Nummer drei der Welt, nach den Absagen von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz als Nummer eins gesetzt, musste gegen Terence Atmane Schwerstarbeit verrichten. Nach 2:10 Stunden setzte sich der Hamburger mit 7:6 (7:4), 7:6 (8:6) durch.
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Dabei legte ausgerechnet der Franzose furios los. Atmane erwischte Zverev gleich zu Beginn mit einem Break und zog auf 3:0 davon. Doch der 29-Jährige blieb cool, fand zurück ins Match und schlug umgehend zurück. Im Tiebreak war Zverev schließlich zur Stelle. Auch im zweiten Satz ließ keiner der beiden viel zu – Zverev musste nur einen frühen Breakball abwehren. Die Zahlen unterstreichen, wie eng es zuging: 79 Punkte gewann Zverev insgesamt, Atmane 73.

"Das war eine Steigerung gegenüber meinem ersten Spiel. Ich bin froh, dass ich in zwei Sätzen weitergekommen bin. Er hat es einem schwer gemacht, selbst aggressiv zu spielen", sagte Zverev.

Für den kuriosesten Moment des Abends sorgte der Deutsche allerdings abseits der Statistik. Bei einem Ballwechsel erwischte Zverev Atmane aus kürzester Distanz und schoss ihn mit voller Wucht ab. Der Hamburger entschuldigte sich sofort und nach dem Match erneut. Atmane? Blieb erstaunlich gelassen.

20. Masters-Sieg in einer Saison

Für Zverev ist es bereits der zweite Sieg im zweiten Duell mit dem Franzosen. Schon im April hatte er Atmane in Madrid bezwungen. Nun wartet im Achtelfinale Tommy Paul. Der US-Amerikaner drehte sein Match gegen Adolfo Vallejo und gewann 3:6, 6:3, 6:4.

Der Erfolg gegen Atmane war zugleich Zverevs 46. Saisonsieg und der 20. Masters-1000-Sieg des Jahres. Eine Marke, die er damit bereits zum vierten Mal erreicht. In dieser Statistik stehen nur vier ganz große Namen vor ihm: Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal und Andy Murray.

Für Atmane ist der Traum vom nächsten Coup dagegen vorbei. Im Vorjahr hatte der Franzose in Cincinnati sensationell das Halbfinale erreicht. Diesmal war gegen Zverev Endstation.

Williams-Schwestern verpasstenComeback-Spektakel

Das große Comeback-Spektakel lieferten unterdessen Serena und Venus Williams. Die Tennis-Schwestern standen erstmals seit den US Open vor vier Jahren wieder gemeinsam im Doppel auf dem Platz – und waren ganz nah an einer Sensation. Gegen Marta Kostyuk und Peyton Stearns kämpften sie sich nach Rückstand zurück, mussten sich im Match-Tiebreak aber mit 8:10 geschlagen geben. Ein Doppelfehler von Venus beim Stand von 8:9 machte das knappe Aus perfekt.

"Wir haben mitten im Match den Rost abgeschüttelt und angefangen, es zu spüren. Es hat wirklich Spaß gemacht", sagte Serena. Der geplante gemeinsame Wimbledon-Auftritt war heuer noch an einer Verletzung der 44-Jährigen gescheitert.