Turbo eingelegt

270 Mio. Euro Umsatz: Österreichs Musikmarkt 2025 im Aufschwung

23.02.2026

Plus von 6,5 Prozent im Gesamtumsatz. Streaming sorgt inzwischen für 87 Prozent des Gesamtmarktes. Vinyl mittlerweile vor CD. Auch der Ausblick ist positiv.

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Der heimische Musikmarkt setzt seinen Wachstumskurs fort: 2025 wuchs der Gesamtumsatz zum inzwischen neunten Mal in Folge und kam auf 270,4 Mio. Euro, was einen Zuwachs von 6,5 Prozent im Vergleich zu 2024 (254 Mio.) bedeutet. Wesentlicher Treiber der Entwicklung war einmal mehr der Streaming-Bereich. Zugleich überholten die Vinyl-Verkäufe den weiter einbrechenden CD-Markt.

 

Die Infografik zeigt den Musikmarkt in Österreich. Das Balkendiagramm stellt den Umsatz von 2020 bis 2025 dar. Der Umsatz steigt von 172 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 270 Millionen Euro im Jahr 2025. Das Tortendiagramm zeigt für 2025 die Anteile der Musikformate am Umsatz. Streaming hat mit 87,1 % den größten Anteil, gefolgt von Vinyl mit 5,8 %, CD mit 5,3 %, Downloads mit 1,3 % und DVD mit 0,5 %. Quelle: IFPI.


 

 

Streaming sorgt mittlerweile für 87,1 Prozent des Gesamtumsatzes. 202,9 Mio. Euro wurden laut am Montag veröffentlichten Zahlen vom Musikwirtschaftsverband IFPI durch die digitalen Kanäle erwirtschaftet - ein Plus von 9,2 Prozent. In Summe hörten die Österreicherinnen und Österreicher über Plattformen wie Spotify, Apple oder Deezer knapp 22 Mrd. Songs. Das sind um 4 Prozent mehr als im Jahr davor.

CD geht weiter stark zurück

Bei den physischen Tonträgern liegt inzwischen die Vinyl-Schallplatte an erster Stelle - auch wenn die starken Zuwachsraten der vergangenen Jahre stagnierten und 2025 bei nur noch 1,5 Prozent lagen. Unterm Strich brachte es Vinyl auf 13,3 Mio. Euro. Die CD schaffte im Vorjahr nur noch 12,4 Mio. Euro. Damit setzt sich der Absturz der kleinen Silberscheiben weiter fort - mit einem Rückgang von 14,5 Prozent im Vorjahr.

Komplettiert wird die Gesamtsumme durch Downloads (3 Mio.), Musik-DVDs (1 Mio.), Lizenzeinnahmen über die Verwertungsgesellschaft LSG (dank 7,2 Prozent Zuwachs auf Rekordniveau von 35,7 Mio.) und Synchronisationsrechte, also Erträge aus der Lizenzierung von Musik für Filme, Serien oder Werbung (1,8 Mio.).

"Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend zur Stagnation blieb der österreichische Musikmarkt auch im Vorjahr auf Wachstumskurs", freute sich IFPI-Präsident Franz Pleterski in einer Aussendung. Auch der Ausblick sei positiv, "vor allem weil der Streaming-Markt in Österreich noch nicht über genügend Wachstumspotenzial verfügt". Laut IFPI-Geschäftsführer Thomas Auböck steht man nach Streaming nun mit KI-Musik vor der nächsten Evolutionsstufe. "Unser Ziel ist klar: Gemeinsam mit Technologieunternehmen wollen wir neue, faire Erlösmodelle für die Musikbranche entwickeln", so Auböck, der unterstrich: "Wer Musik zum Training von KI-Systemen nutzt, braucht eine Lizenz - und muss dafür bezahlen."

Taylor Swift wieder an der Spitze der Albumcharts

Was die Charts anbelangt, dominierte den Albumbereich - wie schon 2024 - Taylor Swift. Ihr gelang mit "The Life of a Showgirl" der Spitzenplatz. Dahinter folgten KPop Demon Hunters (Soundtrack zu "KPop Demon Hunters") und Linkin Park ("From Zero"). Das erfolgreichste rot-weiß-rote Album lieferte Rainhard Fendrich mit "Wimpernschlag", der sich die Stockerlplätze mit Seiler & Speer (Hödn) und Melissa Naschenweng ("Alpenbarbie") teilt.

In der Single-Jahreswertung hatte Oimara mit "Wackelkontakt" die Nase vorn - gefolgt von Alex Warren mit "Ordinary" und "Apt." von Rosé & Bruno Mars. Die meistverkauften Singles aus Österreich kamen von RAF Camora & Reezy ("Connected"), ESC-Sieger JJ ("Wasted Love") und Ely Oaks ("Running Around").

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