Am Mittwoch im Nationalrat: Anti-Mogelpackung-Gesetz mit bis zu 15.000 Euro Strafe. Wird es noch durch ein EU-Veto verhindert?
Weniger Inhalt zum selben oder gar höheren Preis? Damit soll jetzt Schluss sein. Die Koalition bringt ein neues Gesetz gegen Mogel-Packungen auf den Weg. Doch ein Veto aus Brüssel könnte die Pläne im letzten Moment stoppen.
Shrinkflation kennt jeder: Die Chipstüte wirkt prall gefüllt, doch beim Öffnen kommt die Enttäuschung – mehr Luft als Inhalt. Die Bundesregierung sagt dem den Kampf an. Am Mittwoch soll das „Anti-Mogelpackungs-Gesetz“ im Nationalrat beschlossen werden. Kunden müssen ab April dann direkt am Regal gewarnt werden à la: „Achtung: Weniger Inhalt – höherer Preis.“
Neu ab 2. Jänner : "Billa-Schutzschild “ kennzeichnet Shrinkflation-Produkte.
Billa geht bereits mit Warnhinweisen voran.
ABER: Das Gesetz liegt derzeit zur Notifizierung in Brüssel. Die EU hat noch bis kommenden Dienstag Zeit, ein Veto einzulegen, das Gesetz könnte wettbewerbswidrig sein. Dann wird der Beschluss mindestens drei Monate vertagt.