Die Gesamtausgaben der Ministerien im 4. Quartal 2025 für externe Verträge und Beraterverträge betragen 27,92 Millionen Euro. Wie sich die hohen Kosten zusammensetzen.
Die Regierung hat in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 noch einmal mehr für externe Berater und Beauftragungen ausgegeben als bisher. So liegen die Gesamtausgaben der Ministerien im Oktober, November, Dezember für externe Verträge und Beraterverträge bei sage und schreibe 27,92 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung von über 11 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal! Mitten im Budgetloch wird also doch einiges an Geld an Externe vergeben, wie Alma Zadić (Grüne) mit ihrer Serienanfrage enthüllt hat.
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So viel geben die Ministerien aus
Das Arbeitsministerium und Korinna Schumann (SPÖ) gab im Zeitraum 8,1 Millionen Euro aus. Das Finanzministerium 5,9 Millionen Euro und das Verteidigungsministerium 5,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium zahlte 2,8 Millionen an externe Berater und für externe Aufträge, unter anderem zahlte man fast 20.000 Euro für Textierung und Grafik der "Industriestrategie der Bundesregierung" zum Teil an einen ORF-Publikumsrat aus dem ÖVP-Freundeskreis.
Auch das Justizministerium gibt über eine Million für externe Berater aus. Seit den Todesfällen in Justizanstalten brennt der Hut.
Hohe Ausgaben für Pilnacek-Anwalt
Externe Hilfe brauchen einige ÖVP-geführte Ministerien rund um den U-Ausschuss zu den Ermittlungen nach dem Tod von Sektionschef Christian Pilnacek. Sowohl das Innenministerium wie auch das Bundeskanzleramt schließen einen Vertrag für die Untersuchungsausschuss-Vorbereitung mit Nehammer- und Blümel-Vertrauensperson Rechtsanwalt Martin Huemer ab. Huemer hat u.a. Polizisten auf die Ausschussbefragung vorbereitet. Das Innenministerium gibt Kosten von 50.000 Euro an für die "juristische Beratung und Betreuung im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss."
FPÖ-General tobt über Beraterkosten
Als „schamlose Geldverprasserei auf Kosten der Steuerzahler“ bezeichnete FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz die Ausgaben der schwarz-rot-pinken Koalition für externe Berater. „28 Millionen Euro in drei Monaten ergeben jeden Tag Beraterkosten von über sagenhaften 300.000 Euro! Wenn man bedenkt, dass in Österreich laut letzten Erhebungen etwa 20.000 Obdachlose ihr Dasein fristen und sich ihre Mahlzeiten erbetteln müssen, ist diese Geldverschwendung umso mehr verwerflich, asozial und unmoralisch."
"Mit diesen 300.000 Euro könnte man unsere Obdachlosen, deren Zahl seit 2021 im Steigen begriffen ist, tagtäglich mit warmem Essen zu je 15 Euro versorgen“, so Schnedlitz, der einen "Volkskanzler Herbert Kickl" fordert.