Pleite-Welle
Dreifach-Insolvenz schockt Österreich: Millionen-Berg an Schulden
15.12.2025Sanierungsverfahren für drei Unternehmen in der steirischen Kälte- und Klimatechnikbranche
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Die EBA Cooling GmbH, die Universal Cool & Heat Components GmbH sowie die EA Holding GmbH haben Insolvenz angemeldet und beantragten Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.
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Der Alpenländische Kreditorenverband bestätigte die Meldung. Die betroffenen Unternehmen sind in der steirischen Kälte- und Klimatechnikbranche tätig und haben mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Gründe für die Insolvenz
Die Firmen hatten in den letzten Jahren insgesamt einen Umsatz von rund 5,1 Millionen Euro erzielt, wobei die wirtschaftliche Lage zunehmend schwieriger wurde. Zu den Hauptursachen zählen Forderungsausfälle in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro durch Bauträgerprojekte in Wien sowie ein schwerer Unfall des Geschäftsführers, der das Unternehmen für drei Monate ausbremste.
Zudem belaufen sich die Verbindlichkeiten auf etwa 2,8 Millionen Euro, von denen ein erheblicher Teil gegenüber Banken und Lieferanten besteht.
Sanierungspläne und Zukunftsaussichten
Trotz der finanziellen Schieflage der Unternehmen gibt es Hoffnung auf eine Fortführung und Sanierung. In einem offiziellen Statement betonen die Firmen, dass die Auftragslage gut sei und die Restrukturierung mit einem Sanierungsplan und einer Mindestquote von 20 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre angestrebt werde. Sollte das Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden, könnte der Fortbestand des Unternehmensverbundes gewährleistet werden.
Betroffene Mitarbeiter
Die Insolvenz betrifft 16 Dienstnehmer und 5 Lehrlinge, deren Arbeitsplätze nun auf der Kippe stehen. Ihre Zukunft hängt von der erfolgreichen Umsetzung der Sanierungspläne ab.
Finanzielle Lage der Muttergesellschaft EA Holding
Auch die EA Holding GmbH, die Muttergesellschaft der operativen Firmen, ist in Schieflage geraten. Die Verbindlichkeiten betragen hier etwa 2 Millionen Euro, während die Aktiva mit nur 45.000 Euro zu Buche schlagen. Eine Restrukturierung der Holding ist ebenfalls notwendig, um den Fortbestand des gesamten Verbundes zu sichern.