Geldwäsche-Verdacht
Hypo lässt Serbien erzittern
In den wichtigsten serbische Medien werden die ÖSTERREICH-Infos über den Geldwäsche-Verdacht zwischen Mafia-Boss Darko Saric und der Hypo Alpe Adria Bank als heiße Top-Story behandelt. Renommierte Medien im ehemaligen Jugoslawien wie Blic, B92 und die offizielle Nachrichtenagentur Tanjug widmen dem Skandal rund um Drogengeld und dubiosen Krediten breiten Raum.
Serbischer Innenminister trifft Top-Kriminalisten
Serbische Nachrichtenagenturen berichten zudem von einem für heute im Salzburger Fuschl geplanten Treffen des Innenministers Ivica Dacic mit dem Chef des österreichischen Bundeskriminalamts, um die Causa zu besprechen. Auf Anfrage sagte der serbische Innenminister, dass die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Mafia-Boss Saric vom Sonderstaatsanwalt für Korruption geführt werden, und dass er als Minister nicht darüber reden wolle.
Noch einmal zum Verdacht der Geldwäsche im Zusammenhang mit der Hypo. Der Drogenpate Darko Saric soll über zwei Tochterfirmen der Hypo rund 100 Millionen Euro reingewaschen haben. Der Bank enstand dabei kein Schaden - führende Manager müssen aber bei dem Deal mitgewirkt oder zumindest Bescheid gewußt haben.
Neue Hypo-Skandale am Balkan geortet
Unterdessen tauchen weitere Verdachtsfälleauf: In Serbien berichtete der Sender „Free Europe“ über Montenegro-Geschäfte der Hypo, welche von österreichischen Ermittlern unter die Lupe genommen würden. Demnach sollen in Montenegro insgesamt 280 Mio. Euro an 75 Firmen vergeben worden sein. Eine Hypo-Sprecherin in Podgorica bestritt gegenüber dem Sender, dass es Ermittlungen im Zusammenhang mit den in Montenegro gewährten Krediten gebe.
Und in Kroatien sollen österreichische Polizeibeamte Dokumente über Verwicklungen im kroatischen Waffenhandel aufgetaucht sein. Der beschuldigte Ex-General Vladimir Zagroec bestreitet diese Vorhaltungen energisch.