Lage ist sehr heikel

Jetzt droht Preis-Schock bei Kondomen

21.04.2026

Die Nachfrage nach Kondomen ist heuer um rund 30 Prozent gestiegen 

Zur Vollversion des Artikels
 
Zur Vollversion des Artikels

Der weltgrößte Kondomhersteller Karex will wegen gestörter Lieferketten infolge des Iran-Kriegs die Preise um 20 bis 30 Prozent anheben. "Die Lage ist definitiv sehr heikel, die Preise sind hoch ... Wir haben keine andere Wahl, als die Kosten jetzt an die Kunden weiterzugeben", sagte Firmenchef Goh Miah Kiat am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Nachfrage nach Kondomen sei in diesem Jahr um rund 30 Prozent gestiegen, da viele Kunden wegen hoher Frachtkosten und Lieferverzögerungen nur noch geringe Lagerbestände hätten. Zudem seien die Kosten für Rohstoffe wie synthetischen Kautschuk, Verpackungsmaterial und Silikonöl gestiegen.

© Getty

Jährlich fünf Milliarden Kondome

Das malaysische Unternehmen produziert jährlich mehr als fünf Milliarden Kondome und beliefert bekannte Marken wie Durex und Trojan sowie staatliche Gesundheitssysteme und UN-Hilfsprogramme. Sollten die Probleme in den Lieferketten andauern, seien weitere Preiserhöhungen möglich, sagte der Firmenchef.

Karex reiht sich in die wachsende Liste von Unternehmen ein, darunter auch Hersteller medizinischer Handschuhe, die sich auf Engpässe in der Lieferkette einstellen müssen. Der Iran-Krieg belastet die Energie- und Petrochemielieferungen aus dem Nahen Osten und beeinträchtigt die Rohstoffbeschaffung.