Nach Lockdown-Lockerungen

Kanzler Kurz war gleich am ersten Tag beim Frisör

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Nach fast zwei Monaten Pause haben Frisöre nun wieder offen – ein Angebot, das auch der Bundeskanzler nützt.
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Wien. Darauf freuten sich viele wohl am meisten: „Lockendown“, das Ende der Langhaarfrisur. Geschäftiges Treiben herrscht am Montag auch bei Promi-Friseur Josef Winkler in der Wiener Innenstadt. Es ist der erste Arbeitstag seit dem 24. Dezember. Etwa 30 Kunden sind angemeldet, das Telefon klingelt pausenlos.

Hoher Besuch

Es ist kein Geheimnis: Auch die Staatsspitze lässt hier schneiden. Winkler zu ÖSTERREICH: „Auch der Kanzler hat für den ersten Tag einen Termin.“ Um etwa 18 Uhr war es soweit und Bundeskanzler Kurz war für einen neuen Haarschnitt an der Reihe.

Einige Kunden später kommt oe24.TV-Reporter David Hermann-Meng dran: „Endlich kann ich nach so langer Zeit wieder wie ein Mensch aussehen.“

Einen der raren Plätze auf den Friseurstühlen zu ergattern ist das eine. Das andere sind die Voraussetzungen, die pandemiebedingt eingehalten werden müssen. Neben FFP2-Maske und Abstand gilt es vor allem einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorzuweisen.

Friseure sorgten für Rekord bei Coronatests

Absagen. Am Wochenende gab es deswegen einen enormen Andrang auf die Teststraßen. Mit über 212.000 Tests waren es mehr als dreimal so viele wie in der Vorwoche. Der Friseur als Anreiz ist der beste Test-Turbo.

Wobei: Laut Wolfgang Eder, Innungsmeister der Friseure, gibt es ein starkes Stadt-Land-Gefälle. Er berichtet von Kollegen, die bis zu 80% Absagen verzeichnet haben, weil ihre Kunden keinen Test machen konnten – oder wollten.