Schicksal
„Wird nie weggehen!“: Die Schock-Diagnose hinter dem Lispeln von RTL-Star Katja Burkard
05.03.2026Die Moderatorin spricht über einen folgenschweren Autounfall und darüber, wie stark er ihr Leben beeinflusst hat.
Sie ist die Beständigkeit in Person: Seit Jahrzehnten führt Katja Burkard (60) als das Gesicht der RTL-Sendung „Punkt 12“ mit gewohntem Esprit und großer Souveränität durch den Mittag. Doch während das Publikum vor allem ihre Professionalität wahrnimmt, spricht die Moderatorin nun so offen wie nie zuvor über jene zwei Begleiter, die sie bereits seit ihrer Jugend prägen: ein markantes Lispeln und ein permanenter Tinnitus. Die Ursache für beide Phänomene liegt in einem dramatischen Ereignis begründet, das Jahrzehnte zurückreicht.
Mehr lesen:
- Gil Ofarim entschuldigt sich live im Fernsehen
- Burkard über RTL-Kündigungen: "Schwärzester Tag & Rettungseinsätze"
- Nach Gottschalk-Aus: Quoten-Flop für RTL-Show in Neubesetzung
Ein Autounfall in Italien als Wendepunkt
Alles begann mit einem einschneidenden Erlebnis in ihren Zwanzigern. Im Gespräch mit der BILD erinnert sich Burkard an die dramatischen Szenen während eines Urlaubs: „Ich habe irgendwann mit Mitte 20 einen Autounfall gehabt und habe einen Tinnitus davon bekommen. Ich war mit meinem Ex-Freund in Italien und wir haben bei Aquaplaning einen Unfall gehabt. Ganz schlimm.“
Obwohl die Beteiligten wie durch ein Wunder körperlich unversehrt blieben, hinterließ der Schock tiefe Spuren. Burkard schildert, wie sie im Zustand völliger Fassungslosigkeit Trümmerteile einsammelte, während ihr damaliger Partner – ein Mediziner – ihr schließlich ein Beruhigungsmittel spritzen musste, da der plötzlich aufgetretene Tinnitus sie schier verzweifeln ließ.
Die Herausforderung vor dem Mikrofon
Doch nicht nur das Pfeifen im Ohr blieb, auch ein Lispeln entwickelte sich infolge des Unfalls. Interessanterweise wurde ihr dieser Umstand erst zu Beginn ihrer Karriere bewusst: „Das ist eigentlich auch erst aufgefallen, als ich moderiert habe, durch das Mikrofon.“
Während Kollegen und Zuschauer den Sprachfehler bemerkten, blieb er für Burkard selbst zunächst unhörbar. Der Versuch, das Lispeln mittels professioneller Sprachtrainings zu korrigieren, schlug fehl. Burkard erinnert sich an die Kapitulation ihrer Trainerin: „Katja, du stresst dich so sehr damit und du hörst es ja nicht, ich weiß nicht, wie wir da arbeiten sollen.“ Letztlich war es die pragmatische Entscheidung ihrer Vorgesetzten („Komm, egal“), die für sie den entscheidenden Moment des Loslassens markierte.
Versöhnung mit dem „ungebetenen Gast“
Bis heute wird die Moderatorin von dem Tinnitus begleitet. Dass sie dennoch eine beneidenswerte Gelassenheit ausstrahlt, verdankt sie der direkten Art eines damaligen Arztes. Dieser habe ihr ungeschönt die Wahrheit gesagt: „Der wird nie weggehen, versöhnen Sie sich mit dem Tinnitus, das muss Ihr Freund werden.“
Dank dieses Ratschlags hat die 60-Jährige gelernt, mit dem Geräusch im Einklang zu leben. „Ich gehe wunderbar damit um“, resümiert sie heute. Es ist ein Zeugnis von Stärke, das zeigt: Auch vermeintliche Makel können Teil einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte sein.