Los Angeles

Murray: Jackson-
Arzt in Einzelhaft

08.11.2011

Todes-Doc Murray enthüllt in TV-Doku Jackos letzte Worte: „Ich muss schlafen …“.

Zur Vollversion des Artikels
© AP
Zur Vollversion des Artikels

Jacko-Leib­arzt Conrad Murray (58) verbrachte die erste Nacht nach dem Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung der Popikone Michael Jackson (†50) in einer Einzelzelle der Haftanstalt L. A. County Men’s Central Jail. Er ist laut Promiwebdienst TMZ im Medizinflügel untergebracht. Der Schock über das Urteil war für Murray derart überwältigend, dass er nun wegen Selbstmordgefahr überwacht werden muss. Wärter lassen ihn „keine Sekunde aus den Augen“, so die Los Angeles Times.

Bei Murray klickten Minuten nach dem Geschworenenspruch am Montag – „Schuldig“ an Jacksons Tod durch die Verabreichung des Narkosemittels „Propofol“ – die Handschellen. Richter Michael Pastor knallhart: Der Kardiologe sei eine „Gefahr für die Öffentlichkeit“.

Murray sitzt nun in ­einer Haftanstalt in Downtown. Seine erste Mahlzeit: Käse-Sandwich, Fruchtsaft, Kekse aus der Haftbäckerei.

Der Arzt wird in Einzelhaft gehalten, verbringt die Zeit abgeschirmt von den 5.000 Mithäftlingen. Spezielle Eskorten begleiten ihn sogar zur Dusche. Die Haftleitung befürchtet, dass Jacko-Fans unter den Häftlingen den Arzt sogar verprügeln könnten.

Murray: Kommt er wegen voller Häfen rasch frei?
Das Strafausmaß will Richter Pastor am 29. November verkünden: Doch selbst wenn er die Höchststrafe von vier Jahren verhängt, könnte Murray wegen notorischen Platzmangels bereits nach wenigen Monaten freigelassen werden. In einem Interview für eine TV-Doku beschreibt nun Murray Jacksons letzte Worte: „Gib mir bitte die Milch …“ So hatte er Propofol bezeichnet. Der Jackson-Clan jubelte über das Urteil. „Ich zittere am ganzen Körper vor Aufregung“, twitterte La Toya.

Frage: Was war Michael Jacksons größtes Problem?
Murray:
Er konnte einfach nicht schlafen. Erinnern Sie sich ans Video zum Song Thriller? So sah er fast in Wirklichkeit aus.

Frage: Was ist genau in den Minuten seines Todes passiert?
Murray:
Ich habe Jacksons Bodyguard (Alberto Alvarez – Red.) angebrüllt: „Bring die Kinder weg!“ Die standen da und heulten. Ich wollte nicht, dass sie mit ansehen müssen, wie ich mit der Wiederbelebung weitermache. Und er stotterte nur: „Doktor, Doktor, Doktor … Was ist denn bloß los?“ Ich rief: „Ich brauche Hilfe, Mr. Jackson atmet nicht! Hol Hilfe! Rufe 911!“

Frage: Was passierte?
Murray:
Während ich Wiederbelebung machte, um Jacksons Leben rang, stotterte er am Telefon. „Wie alt ist Jackson?“ – „Mein Gott! 50!“ Dann schrie ich: „Verdammt, komm her, ich brauche Hilfe!“

Frage: Wie war Ihre Beziehung zu Jackson?
Murray:
Er sagte einmal. In meinem ganzen Leben hatte ich nur einen Freund: Und das bist du!

Frage: Was waren seine letzten Worte?
Murray:
Das muss wohl gewesen sein, bevor ich ihm die letzte Dosis Propofol gab. Er hatte mich angefleht: „Bitte Doktor, geben sie mir die Milch. Ich muss endlich schlafen …“

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel