Berlinale 2013
Seidl: "Bin humorvolle Gnadenlosigkeit"
Gut gelaunt hat sich Ulrich Seidl bei der Berlinale den Fragen der internationalen Filmkritik gestellt und eine Zuschreibung gerne für sich übernommen: "Humorvolle Gnadenlosigkeit, das ist ein schöner Begriff", stimmte der österreichische Regisseur am Freitagabend einer Journalistin zu, "das bin ich. Der Humor ist mir eigen und die Gnadenlosigkeit auch." Seidl läuft in Berlin mit dem dritten Trilogieteil "Paradies: Hoffnung" im Wettbewerb und konnte sich sichtlich über den Zuspruch zum Film-Triple freuen: "Es war höchste Zeit, dass das passiert."
"Paradies"-Trilogie
Die große Aufmerksamkeit für seine Filme sei das Ergebnis eines langen Weges. "Ich habe immer den Film gemacht, den ich machen wollte, und bin in meiner Arbeit immer konsequent geblieben." Konsequenz kann man Seidl auch im Falle der "Paradies"-Trilogie nicht absprechen, hätten die rund 90 Stunden an gedrehtem Material doch ursprünglich in einen Film münden sollen. "Mit einem sechsstündigen Film wäre das Publikum aber überfordert gewesen, auch emotional." Die Trilogie entstand letztendlich am Schneidetisch.