Tour des Widerstands
„Korrupt, inkompetent und rassistisch!“: Springsteen tobt beim Tourstart gegen Trump
01.04.2026
Bruce Springsteen setzt seinen scharfen Protest-Kurs fort und wurde jetzt beim Tourstart in Minnaepolis wieder gegen Donald Trump und seine „verräterische Regierung“ laut.
„Amerika befindet sich derzeit in den Händen einer korrupten, inkompetenten, rassistischen, rücksichtslosen und verräterischen Regierung! Heute Abend bitten wir Sie alle, sich uns anzuschließen und Hoffnung der Angst, Demokratie dem Autoritarismus, Rechtsstaatlichkeit der Gesetzlosigkeit, Ethik der ungezügelten Korruption, Widerstand der Gleichgültigkeit, Einheit der Spaltung und Frieden dem Krieg vorzuziehen!“ Brandrede von Bruce Springsteen beim Start seiner Wut-Tournee „Land Of Hope And Dreams – No Kings“ gegen „Möchtegern-König“ Donald Trump.
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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch startet der „Boss“ im Target Center von Minneapolis seine „wichtigste Mission“. Eine erst Mitte Februar angesetzte und von seiner spontanen Anti-ICE-Hymne „Streets Of Minneapolis“ inspirierte Konzert-Serie des musikalischen Widerstands: „Ich kenne keine andere Zeit, in der das Land so stark infrage gestellt wurde und unsere Grundideen und Werte so kritisch hinterfragt wurden wie jetzt“!
Dem setzte er für 20.00 Fans von der Live auf YouTube übertragenen Eröffnung mit dem Edwin-Starr-Klassiker „War“, rund um anklagende Zeilen wie „Krieg? Wozu ist der gut? Zu gar nichts!“ und dem von den Republikanern gerne als Hymne missverstandenen Protestlied „Born in The USA“ bis zum Finale „Chimes Of Freedom“ 27 Song der Hoffnung entgegen. Ein plakatives „No Kings“-Schild ja sowieso: „Wir sind hier, um unsere amerikanischen Ideale, die Demokratie, unsere Verfassung und unser heiliges amerikanisches Versprechen zu feiern und zu verteidigen!“
Und das demonstrierte der „Boss“ mit einem ebenso kraftvollen wie wutgetränkten Programm und so vielen Protest-Songs wie noch nie: „Death to My Hometown“, „No Surrender, „American Skin (41 Shots)“, „Youngstown“, „Murder Incorporated“, „The Promised Land“, das als „Gebet für mein geplagtes Land“ angekündigte „Long Walk Home“ und natürlich das brandaktuelle „Streets of Minneapolis“, das er erstmals mit Band-Unterstützung anstimmte. „Die großartige E Street Band ist heute Abend hier, um in diesen gefährlichen Zeiten die Kraft der Kunst, der Musik und des Rock ’n’ Roll zu beschwören!“ Zur Unterstützung rockte dafür auch Rage Against The Machine Mastermind Tom Morello mit.
Mit diesem Programm tobt Bruce Springsteen gegen Trump:
- War
- Born in the U.S.A.
- Death to My Hometown
- No Surrender
- Darkness on the Edge of Town
- Streets of Minneapolis
- The Promised Land
- Out in the Street
- Hungry Heart
- Youngstown
- Murder Incorporated
- American Skin (41 Shots)
- Long Walk Home
- House of a Thousand Guitars
- My City of Ruins
- Because the Night
- Wrecking Ball
- The Rising
- The Ghost of Tom Joad
- Badlands
- Land of Hope and Dreams
Zugaben:
- Born to Run
- Bobby Jean
- Dancing in the Dark
- Tenth Avenue Freeze-Out
- Purple Rain
- Chimes of Freedom
Nach den mahnenden Polit-Rockern setzte Springsteen als Zugabe ein gewohnt mitsingfreudiges Hit-Furioso drauf. Mit Krachern wie „Born to Run“, „Dancing in the Dark“ oder „Tenth Avenue Freeze-Out“ und dem eindringlichen Prince-Cover „Purple Rain“.
Als Rausschmeißer gab’s mit dem Bob Dylan Klassiker „Chimes Of Freedom“, der die Solidarität mit Unterdrückten und Ausgegrenzten aufzeigen soll, dann nochmal Nachdenkliches: „Und wir sahen auf die aufblitzenden Glocken der Freiheit!“
Bis zum 27. Mai stehen jetzt noch 19 weitere Wut-Konzerte am Programm. Das Tour-Finale steigt bezeichnenderweise im Nationals Park von Washington. Also nur einen Steinwurf von Trumps Weißen Haus entfernt.