Kult-Comeback

Quoten-Hoffnung auf vier Pfoten: Kann der neue "Kommissar Rex" den ORF retten?

13.04.2026

Nach über zwei Jahrzehnten feiert der legendäre Polizeihund am 13. April zur besten Sendezeit sein fulminantes Comeback im ORF und verspricht eine moderne Neuinterpretation des Wiener Kult-Krimis. 

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© Petro Domenigg
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Es ist ein Fernsehereignis, das Nostalgiker und Krimi-Liebhaber gleichermaßen in Vorfreude versetzt: Der wohl berühmteste Ermittler der österreichischen TV-Geschichte kehrt zurück auf den Bildschirm. Heute am 13. April, pünktlich um 20:15 Uhr in ORF 1, nimmt „Kommissar Rex“ wieder die Fährte auf. Nachdem die ursprüngliche Serie im Jahr 2004 ihr Ende fand, startet nun eine runderneuerte Ära mit frischen Gesichtern, zeitgemäßen Geschichten und natürlich einem neuen vierbeinigen Hauptdarsteller.

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An der Seite des klugen Schäferhundes agiert ein hochkarätiges Ensemble, das Wiener Schmäh mit kriminalistischer Finesse verbindet. Die Rolle des charismatischen Chefinspektors Max Steiner übernimmt der 47-jährige Maximilian Brückner, der bereits durch seine Einsätze im „Tatort“ reichlich Erfahrung im Ermittlungsdienst sammeln konnte. Unterstützt wird er von Ferdinand Seebacher in der Rolle des Bezirksinspektors Felix Burger sowie von Doris Golpashin, die als resolute Chefin Major Evelyn Leitner die Fäden in der Hand hält.

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Für die morbide Note und den nötigen Humor sorgt indes Kabarett-Größe Alfred Dorfer als unkonventioneller Gerichtsmediziner Dr. Tom Wippler.

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Zwischen Kindheitshelden und tierischen Hoppalas

Für Maximilian Brückner ist das Engagement eine Reise in die eigene Vergangenheit. Im Gespräch mit oe24 gestand der Schauspieler, dass „Kommissar Rex“ sein persönlicher erster Superheld gewesen sei. Die Fähigkeiten des Hundes und der Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier hätten ihn bereits als Teenager tief beeindruckt. Trotz seiner Routine vor der Kamera war die Arbeit mit einem tierischen Partner Neuland, das durchaus seine Tücken bereithielt. Brückner berichtete amüsiert von Dreharbeiten am Donaukanal, bei denen sich der tierische Star nicht ganz an die Regieanweisungen hielt: Statt Steiner nach dem Öffnen der Wagentür zu folgen, trabte Rex einfach unbeirrt davon, bis er in der Ferne nur noch als winziger Punkt am Horizont zu erkennen war. 

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Spannung, Fiaker und familiäre Verwicklungen

Inhaltlich setzt die Neuauflage auf eine Mischung aus Wiener Atmosphäre und packenden Kriminalfällen. Das neue Team sieht sich unter anderem mit einem gescheiterten Bombenanschlag sowie einem mysteriösen Todesfall in einem Fiaker konfrontiert. Doch nicht nur beruflich ist Chefinspektor Steiner gefordert: Privat sorgt seine erwachsene Tochter Anna, verkörpert von Sophie Borchhardt, für Wirbel. Ihre plötzliche Rückkehr von einer Südamerika-Reise stellt das Leben des Vaters vor völlig neue emotionale Herausforderungen und verleiht der Serie eine zusätzliche, persönliche Tiefe.

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Nachdem vorangegangene Serien-Revivals wie jene von „Braunschlag“ oder „MA 2412“ die hohen Quotenerwartungen des Senders nicht erfüllen konnten, ruhen die Hoffnungen des ORF nun schwer auf den Schultern – beziehungsweise Pfoten – des neuen Rex. Man setzt darauf, dass die Kombination aus bewährtem Kult-Faktor und einem erstklassigen neuen Team das Publikum erneut in Massen vor die Bildschirme locken wird. Ob der neue Schäferhund den Glanz vergangener Tage wiederbeleben kann, wird sich ab Mitte April auf den Straßen Wiens weisen.