"Wien sehen und..."

Kommissar Rex ist zurück! Wir haben die erste Folge gesehen

Am 25.3. fand die große Präsentation der neuen Staffel in der Wiener Urania statt.

„Wien sehen und sterben“ ist der Titel der ersten Folge der neuen  Kommissar-Rex- Staffel, die sich als Reboot in anderer Form – statt 45er-Folgen sind es sechs spielfilmlange 90-Minüter – versteht.

Rex
© ORF/Joyn SAT.1/Petro Domenigg

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Referenz zum Ur-Rex

Der Anfang ist stark, modern und eine lässige Referenz zur allerersten  Rex-Folge  („Endstation Wien“, 1994), die es jemals gab: Damals wurde ein Teil des Haas-Hauses in die Luft gejagt, was spektakulär war und für zarte Empörung sorgte. Rex wurde schwer verletzt, sein Herrl getötet und schwupps bekam Kommissar Richie Moser (Tobias Moretti) seinen felligen Gefährten und Fernsehgeschichte wurde geschrieben.

Kopie von Das wollen wir sehen! Unsere TV-Highlights 2026
© ORF/SAT1/MR Film/Petro Domenigg

Bomben-Stimmung

So ähnlich geht es auch jetzt los: Im Haas-Haus sitzt ein Mann (Stefano Bernardin) auf einer Bombe, die hochgeht, wenn er aufsteht … Rex und Herrl Max (Maximilian Brückner) schleichen sich entgegen der Dienstanweisung von Chefin Evelyn Leitner (Doris Golpashin) zu ihm hinauf. Groß ist die Angst, der Mann könne die Nerven schmeißen …

Rex
© ORF/MR Film/Petro Domenigg

Agenten-Fall

Was danach auf eineinhalb Stunden folgt, ist eine Agentengeschichte (es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Wien doch immer schon die Hauptstadt der Spione gewesen sei) der anderen Art. Kameraeinstellungen sind am Punkt, Schauplatzauswahl ebenso. Wir freuen uns auf mehr dieser Wien-Atmosphäre.

Kommissar rex
© Instagram

Solider Auftakt

Dieser Rex-Auftakt ist eine solide Sache. Alle wichtigen Elemente für Rex-Nostalgiker wurden brav untergebracht: Rex in Action, Rex in Gefahr, Rex schaut süß, Wurstsemmeln, Verfolgungsjagd und ein bisschen tollpatschiges Flirten seitens des Herrls. Maximilian Brückner ist hinter Rex der Superstar der Serie, der workaholische Rundum-Kieberer mit Kanten und Softspots, einer Tochter mit Liebeskummer, die bei ihm Unterschlupf findet im feschen Anwesen, das entlegen im Grünen liegt. Ferdinand Seebacher, überzeugt als Sidekick Felix Burger, der ein nerdiger Ermittler ist, immer mit Tablet dabei, und setzt auch sonst auf neue Technologien bei der Arbeit. Wie sich die Dynamik zwischen diesem neuen Trio entwickelt, bleibt spannend.

© ORF/Roman Zach-Kiesling

Verbrecherjagd ohne Grenzen 

Die Frauenfiguren kommen allesamt ein bisschen unsympathisch rüber (bei manch einer hat das auch spezielle Gründe). Sie dürfen nicht so cool sein wie die Männerpartie, die mit Rex draußen Verbrecherjagd ohne Grenzen spielen. Doris Golpashin als Chefin ist tough, man hätte ihr in diesem Auftakt aber ruhig mehr überantworten können als nur streng zu sein, denn sie hat das mit Sicherheit drauf. Alfred Dorfer als Gerichtsmediziner Tom Wippler war da, gefiel und schwupps war er schon wieder weg.

Alles in allem macht Rex Lust auf mehr - wir freuen uns auf die neuen Folgen. Am Montag, 13.4. geht es los - auf ORF 1 um 20:15 und bereits 24 Stunden vorab auf ORF ON. Regie führten Andreas Kopriva und Esther Rauch. Als Executive Producerin ist Catrin Strasser verantwortlich, die auch schon für die ORF-Hits Biester, Tage, die es nicht gab oder Vienna Blood verantwortlich war.

Kommissar Rex im ultimativen Test!

Fässer zum Rollen bringen? Ein Klacks für den feschen Schäferhund!

Rex sieht die Gefahr, visiert sie an...

... und reagiert prompt!

Er schnappt sich die Waffe und wird so zum Helden des Tages.

Auch Kabelbinder beißt er durch wie nix.

Kurz rasten...

... bevor Rex unsere Redakteurinnen belauscht.

Rex mit seiner Trainerin.

Ausblick

Schön wäre es auch, die Frage beantwortet zu bekommen, wie Rex denn zu seinem Max kam. Würde bei Nostalgikerinnen Extrapunkte geben. Und ob Rex vielleicht manchmal auf pflanzliche Wurstsemmel-Alternativen umsteigt – das würde aber vermutlich Ärger geben.

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