GIN BOOM von Verena Titze ist ein heftiger Roman über mannigfache Abhängigkeiten
Helena lebt einen Alltag zwischen Schikanen und Selbstausbeutung bei der Arbeit, toxischen Dates und viel Alkohol im Privatleben. Das ist jedenfalls nicht gesund und so kommt der unvermeidliche Absturz, und Helena landet beim Alkoholentzug.
Toxische Muster verschwinden nicht
Betäuben. Danach, wieder im normalen Leben angekommen, versucht sie, nüchtern zu bleiben. Aber das Radl dreht sich weiter, Muster und Strukturen und die Lust, sich zu betäuben, sind nicht vergangen. Kabarettistin und Podcasterin Verena Titze hat mit 'Gin Boom' einen Roman verfasst, der sich gleich um viele Abhängigkeiten dreht: Alkoholkonsum, Missbrauch, Beziehungs-, Arbeitsverhältnisse. Sie schreibt das nicht – Achtung, Wortspiel – trocken, sondern mit saftigen Enthüllungen, wie sie uns bekannt vorkommen. Manche Stellen sind witzig, skurril, andere schmerzhaft traurig oder grausig, weil viel Wahrheit in dem Text steckt.
Erfahrungen
Die Autorin hat bei diesem Roman aus eigenen Erfahrungen geschöpft. Titze landete 2020 im Burnout, samt Alkoholabhängigkeit, und machte eine Reha. Seitdem nutzt sie verschiedene Kanäle, um über mentale Gesundheit aufzuklären. Und sie hat dieses wichtige und unterhaltsame Buch geschrieben.