Kaffee aus Bohnen war gestern? Ein neuer Drink aus den Blättern der Kaffeepflanze könnte vor allem für alle spannend sein, die sanftere Alternativen zu Espresso & Co suchen.
Matcha wird immer teurer, Kaffee sorgt bei manchen mittlerweile eher für Nervosität als für Energie und plötzlich taucht ein neues Getränk auf, das beides irgendwie verbinden möchte: Kaffeeblatt-Tee. Ja, richtig gelesen. Nicht die Bohne steht hier im Mittelpunkt, sondern die Blätter der Kaffeepflanze. Klingt erstmal ein bisschen nach „Wellness-Getränk, das TikTok nächste Woche wieder vergessen hat“, könnte aber tatsächlich einer der spannendsten Food-Trends des Jahres werden.
Was ist Kaffeeblatt-Tee überhaupt?
Kaffeeblatt-Tee wird, wie der Name schon verrät, aus den Blättern der Kaffeepflanze hergestellt. Für den Kaffeeblatt-Tee werden nur ganz junge, koffeinhaltige Blätter geerntet, fermentiert und schonend getrocknet, ähnlich wie bei klassischem Schwarztee. Das Ergebnis: ein mildes, leicht süßliches Getränk mit sanfter Belebung. Also weniger Espresso-Schockmoment und mehr „ruhiger Fokus“, ähnlich wie man es von Matcha kennt.
Beim neuen „Kent Black-Vanille“ von Cup Verde werden die fermentierten Blätter zusätzlich dezent mit Vanille verfeinert. Dadurch entsteht ein Geschmack, der irgendwo zwischen Schwarztee, Kräutertee und sehr mildem Kaffee liegt, ohne die typische Bitterkeit vieler Kaffeegetränke. Das dürfte vor allem für Menschen, die Kaffee eigentlich trinken möchten, ihn aber oft für zu intensiv empfinden, spannend sein.
Die sanftere Alternative zu Kaffee?
Ein großer Vorteil von Kaffeeblatt-Tee: der moderate Koffeingehalt. Während manche nach zwei Espressi ungefähr die Energie eines „Fast & Furious“-Films entwickeln, wirkt Kaffeeblatt-Tee deutlich sanfter und gleichmäßiger. Kein extremer Koffein-Kick, kein abruptes Tief danach. Dazu kommen natürliche Pflanzenstoffe wie Rutin und Mangiferin, die antioxidative Eigenschaften besitzen. Besonders interessant: Mangiferin kommt weder in der Kaffeebohne noch in klassischen Teepflanzen vor. Kurz gesagt: Das Getränk bringt nicht nur neue Aromen mit, sondern auch Inhaltsstoffe, die viele bisher vermutlich noch nie auf ihrer Getränkeliste hatten.
Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle
Spannend ist der Trend auch aus Nachhaltigkeits-Sicht. Denn bisher stand bei Kaffee fast ausschließlich die Bohne im Mittelpunkt. Die Blätter der Pflanze wurden dagegen oft kaum genutzt. Kaffeeblatt-Tee denkt das Ganze anders: Die Pflanze wird vollständiger verarbeitet, wodurch zusätzliche Einnahmequellen für Kaffeebauern entstehen können. Außerdem lässt sich der Tee mehrfach aufgießen und entwickelt dabei jedes Mal neue Geschmacksnuancen. Bedeutet: mehr Genuss aus weniger Produkt. Das passt perfekt zu einem Trend, der gerade generell immer stärker wird: bewusster konsumieren, weniger verschwenden und Produkte ganzheitlicher nutzen.
Kaffeeblatt-Tee gibt es übrigens nicht nur bei Cup Verde, verschiedene Sorten finden Sie zum Beispiel auch bei Haas&Haas Wien.
Wird Kaffeeblatt-Tee jetzt der nächste große Hype?
Ob Kaffeeblatt-Tee wirklich zum nächsten Matcha wird, lässt sich natürlich noch nicht sagen. Aber der Zeitpunkt wirkt ziemlich passend. Immer mehr Menschen suchen aktuell nach Alternativen zu klassischem Kaffee, sei es wegen Schlafproblemen, Nervosität oder einfach, weil sie Lust auf neue Geschmackserlebnisse haben. Gleichzeitig boomen funktionale Getränke und alles, was zwischen Wellness, Lifestyle und sanfter Energie liegt. Und genau dort positioniert sich Kaffeeblatt-Tee ziemlich clever.