Die USA stellen Kuba 100 Millionen Dollar Hilfe in Aussicht und erhöhen gleichzeitig den Druck auf Havanna. US-Außenminister Marco Rubio griff die Führung scharf an. Zudem wird eine Anklage gegen Ex-Präsident Raul Castro erwartet.
US-Außenminister Marco Rubio bot der kubanischen Bevölkerung in einer Videobotschaft humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Millionen Dollar an. Die Unterstützung solle allerdings nicht über die Regierung in Havanna laufen, sondern über die katholische Kirche oder andere vertrauenswürdige Hilfsorganisationen verteilt werden.
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Rubio attackiert Kubas Führung
In seiner auf Spanisch gehaltenen Ansprache zum kubanischen Unabhängigkeitstag warf Rubio der Führung in Havanna Gier und Korruption vor. Die Ursachen für Stromausfälle, Treibstoffmangel und Versorgungsengpässe seien nicht äußere Faktoren, sondern Misswirtschaft und Veruntreuung von Milliarden.
Die kubanische Botschaft in den USA reagierte scharf und erklärte auf X, Rubio lüge „wiederholt und skrupellos“.
Anklage gegen Castro erwartet
Parallel dazu wird erwartet, dass die Regierung von Donald Trump noch am Mittwoch Anklage gegen Ex-Präsident Raul Castro erhebt. Dem 94-Jährigen könnten Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Vorfall aus dem Jahr 1996 gemacht werden, als kubanische Kampfjets Flugzeuge einer Exilkubaner-Gruppe abschossen.
Druck auf Havanna wächst
Die erwartete Anklage gilt als weiterer Schritt von Trump, um Druck auf Kubas Regierung auszuüben. Seit der Revolution von 1959 regieren die Kommunisten die Karibikinsel. Die wirtschaftliche Lage gilt wegen Sanktionen und Versorgungskrise als äußerst angespannt.