Epstein-Akten

Andrew-Untersuchung: Späte Gerechtigkeit für Virginia Giuffre?

20.02.2026

Andrew wurde festgenommen, ist wieder auf freiem Fuß, doch es schlägt hohe Wellen.

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Die Verhaftung von Ex-Prinz Andrew erfolgte am Donnerstag, wie die Polizei laut BBC offiziell bestätigte.

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Hintergrund der Ermittlungen gegen Andrew Mountbatten-Windsor  sind offenbar neue Erkenntnisse aus den Epstein-Akten, die vor einigen Wochen veröffentlicht wurden. Dem 66-Jährigen wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Obwohl er sich derzeit wieder auf freiem Fuß befindet, droht ihm im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe. Auch König Charles III. (77) hat sich bereits in einem Statement geäußert und den Behörden seine vollständige Unterstützung zugesagt.

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Reaktion der Familie Giuffre

Besonders emotional reagierten die Angehörigen der verstorbenen Virginia Giuffre auf die Nachricht. Ihre Geschwister Sky und Amanda Roberts sowie Danny und Lanette Wilson veröffentlichten über CBS News ein Statement. Darin heißt es: „Endlich! Heute wurde unser gebrochenes Herz durch die Nachricht getröstet, dass niemand über dem Gesetz steht, nicht einmal Mitglieder des Königshauses.“ Virginia Giuffre hatte Andrew jahrelang schweren Missbrauch vorgeworfen und sich im April 2025 das Leben genommen.

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Dank an die Ermittler

Die Familie dankte der Thames Valley Police ausdrücklich für die Verhaftung und die vorangegangenen Ermittlungen. In ihrem Statement betonten die Angehörigen zudem die Bedeutung für andere Opfer: „Er war nie ein Prinz. Für alle Überlebenden überall: Virginia hat dies für euch getan.“ Andrew hatte den Anschuldigungen stets vehement widersprochen, zahlte Giuffre jedoch in der Vergangenheit einen Entschädigungsbetrag in Millionenhöhe.

Weitere Ermittlungen stehen an

Die Untersuchungen der britischen Behörden dauern derzeit noch an. Es wird vermutet, dass weitere Ermittlungen wegen anderer Vergehen folgen könnten. Der Fall sorgt international für Aufsehen, da Andrews Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) bereits seit Jahren für massive Schlagzeilen und Unmut gesorgt hatten. Für das britische Königshaus bedeutet die aktuelle Entwicklung eine enorme Belastung. 

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