Wie Umgebung wirkt
Wohnen mit allen Sinnen: Auch eine Materialfrage
Kennen Sie das? Sie betreten zum ersten Mal einen Raum und haben sofort ein gutes – oder ein unerklärlich unangenehmes – Gefühl? Das kann auch an den Materialien liegen, die für Möbel und Textilien verwendet wurden. Lesen Sie hier, wie verschiedene Materialien auf Ihre Sinne wirken.
Holz: Warm und gemütlich
Holz gehört zu den beliebtesten Materialien in Wohnräumen. Es fühlt sich warm an, verbreitet einen angenehmen Geruch – vor allem, wenn es unbehandelt oder mit natürlichen Ölen eingelassen ist – und es wirkt sich positiv auf die Akustik eines Raumes aus, da es durch seine strukturierte Oberfläche den Schall dämpft. Je nach Farbe und Maserung sind die verschiedenen Holzarten auch immer etwas fürs Auge!
Kunststoffe: Pflegeleicht und funktional
Vom Beistelltisch über Esszimmerstühle bis zum Bücherregal: Möbel aus Kunststoff sind robust und leicht sauber zu halten. Auch optisch können sie manchmal durchaus mit Designermöbeln mithalten. Kunststoff kann allerdings auch einen sterilen oder gar billigen Eindruck hinterlassen – und sensible Nasen stören sich eventuell an seinem Geruch.
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Stein: Luxuriös und langlebig
Granitarbeitsplatte in der Küche, Marmorboden im Bad ... Steinoberflächen sind grundsätzlich kalt und hart, dafür aber leicht sauber zu halten, zumindest wenn sie poliert sind. Am richtigen Ort eingesetzt, vermittelt Stein Beständigkeit und einen Hauch von Luxus. Deko-Elemente aus Stein passen wiederum in jeden Raum und können zum Beispiel als Gegenpol zum Kuschelsofa ein wenig Stabilität ins Wohnzimmer bringen.
Glas: Hell und klar
Ein Glastisch, große Fenster, Türen mit Glaselementen und auch Deko-Elemente aus Glas bringen viel Licht und ein Gefühl von Leichtigkeit in den Raum. Wichtig ist, dass die Glasflächen sauber sind und keine Kratzer haben. Da Glasoberflächen hart und glatt sind, reflektieren sie den Schall ungebremst. Es braucht daher unbedingt schalldämpfende und -zerstreuende Elemente im Raum: Pflanzen, weiche Polster, Vorhänge sowie Holzregale und Bilder an der Wand sorgen dann für eine wohnliche Akustik.
Metall: Minimalistisch und modern
Bei der Wohnungseinrichtung denkt man nicht sofort an Metall. Doch eine Arbeitsfläche aus Edelstahl sorgt in der Küche für Hygiene und Funktionalität. Und die Metall-Lampen über dem Esstisch sind oft besonders dekorative Hingucker. Für taktil veranlagte Menschen fühlt sich Metall eher kalt und abweisend an, und zu viele glatte Metalloberflächen in einem Wohnraum können die Akustik verhärten. Dem lässt sich allerdings durch Pflanzen und Textilien wieder entgegenwirken. Dann kreieren die Metallelemente eine moderne, minimalistische Atmosphäre.
Textilien: Das unerlässliche Extra
Polstermöbel, Vorhänge, Kissen und Teppiche bringen Farbe und Komfort in jeden Raum und machen ihn erst so richtig wohnlich. Auch hier kommt es auf das Material an. Natürliche Fasern wie Baumwolle, Leinen und Seide sehen meist hochwertiger aus als Kunstfasern und fühlen sich auch angenehmer an, da sie sich nicht statisch aufladen. Sie sind aber weniger leicht sauber und glatt zu halten. Die gute Nachricht: Einige moderne Textilien imitieren die Eigenschaften von Baumwolle und Leinen so perfekt, dass sie die Vorteile von Natur- und Kunstfasern in sich vereinen.
Je nach Funktion und individuellen Vorlieben bleibt die Wahl der Materialien natürlich eine ganz persönliche. Perfekt ist Ihre Inneneinrichtung dann, wenn ein harmonischer Mix aus Hart und Weich, Hell und Dunkel sowie Glatt und Strukturiert gelingt, mit dem Sie sich rundherum wohlfühlen.
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