Das ist nicht nur Geschmacksfrage. Auch Immobilienpreise und die Verkehrsanbindung spielen eine große Rolle. Wer aber genau schaut und gut rechnet, kann sogar Stadt und Land perfekt miteinander in Einklang bringen.
In Österreich leben 65 Prozent der Menschen in Städten und deren Einzugsgebieten. Hier gibt es Schulen, Arbeit, Kultur und Infrastruktur. Dafür aber weniger Ruhe, Natur und Freiraum. Auch die Wohnflächen sind auf dem Land tendenziell großzügiger als in der Stadt. In Wien liegt die durchschnittliche Wohnfläche mit 87 Quadratmetern weit unter dem österreichischen Durchschnitt, während man in Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland durchschnittlich auf über 130 Quadratmetern wohnt.
Bei den Preisen verhält es sich hingegen umgekehrt. Sie sind dort höher, wo viele Menschen wohnen wollen, also vor allem in den Städten: Eine neu errichtete 83-Quadratmeter-Eigentumswohnung mit Balkon im dritten Bezirk von Wien wird aktuell um rund 657.000 Euro angeboten. Im oberösterreichischen St. Florian ist eine vergleichbare Wohnung um 336.000 Euro zu haben. Ähnliche Unterschiede gibt es auch bei den Mietpreisen.
Auf die Lage kommt es an
Ist Wohnen am Land immer günstiger als in der Stadt? – Nein. Auch hier kommt es auf die Location an. Genau wie die Quadratmeterpreise in Wiens Innenstadt oder den Villenlagen von Döbling mit Abstand höher sind als in den Flächenbezirken, wird für Wohnraum direkt am Atter- oder Traunsee ebenfalls mehr verlangt als in einem Dorf im Mühl- oder Waldviertel. Weil das Haus an einem Seeufer oder in einem Wintersportgebiet eben ähnlich attraktiv ist wie die Dachgeschoßwohnung mit Blick auf den Wiener Stephansdom.
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Wo Sie Stadt und Land gut verbinden können
Mehr Platz zu günstigeren Preisen: Das kann oft Grund genug sein, aus der Stadt hinauszuziehen. Wären da nicht Arbeitsplatz, Hochschulen und die vielen Kulturangebote ... Wer auf beides nicht verzichten will, fängt am besten an zu rechnen: Wie lange fährt man eigentlich wirklich innerhalb der Großstadt von einem Ziel zum anderen? Und wie schauen die Fahrtzeiten im Vergleich dazu aus, wenn man vom Umland ins Stadtzentrum will?
Raus aus Wien?
Wer nicht direkt an der U-Bahn wohnt, kann auch innerhalb der Bundeshauptstadt ziemlich lange unterwegs sein: Mit den Öffis braucht man zum Beispiel von der Hetzendorferstraße zur Wirtschaftsuniversität mindestens 55 Minuten und muss dabei zweimal umsteigen. Ungefähr gleich viel Zeit benötigt, wer in Kritzendorf nördlich von Klosterneuburg oder gar in Hollabrunn zu Hause ist. Das liegt daran, dass diese beiden Orte direkt an einer Bahnstrecke liegen. Wer zumindest einen Teil der Strecke mit dem Auto fährt, kommt sogar vom sonnenverwöhnten Neusiedler See in weniger als einer Stunde ins Zentrum von Wien. – Außerhalb der Stauzeiten allerdings.
Landeshauptstädte und ihr Umland
Aus dem Umland hinein nach Linz geht es oft noch schneller: Eine kleine Genossenschaftswohnung mit zwei Zimmern und Balkon ist in Pregarten um 315 Euro im Monat zu haben! Mit dem Zug ist man von hier in rund 30 Minuten im Linzer Stadtzentrum. Wer die Stadt Salzburg hinter sich lassen will, findet vielleicht in Hof oder Oberndorf sein neues Zuhause – mit Bus oder Schnellbahn jeweils eine halbe Stunde vom Hauptbahnhof entfernt. Und wer in Innsbruck nichts Passendes findet, fühlt sich vielleicht in Zirl, Absam oder Schwaz wohl –allesamt Orte, die von der Landeshauptstadt gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind – mit dem Auto sowieso.
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