Beamter verdächtig
Fitnesstrainerin (34) erwürgt - Polizeigürtel war um ihren Hals geschlungen
15.01.2026Immer mehr erschreckende Details kommen ans Licht: Wie kam Johanna G. wirklich ums Leben, war sie schwanger, wie heftig hat sie sich gewehrt? Die 34-Jährige wurde vermutlich mit einem Uniformgürtel erdrosselt.
Stmk. Im Fall der toten 34-jährigen Johanna G. - die zunächst vermisst und im ganzen Land gesucht wurde, bis sich leider der Verdacht eines Gewaltverbrechens gegen einen 30-jährigen Polizisten richtete - stand am Donnerstagnachmittag die Haftprüfungsverhandlung gegen den Bediensteten der Sondereinheit Cobra-Süd an. Die U-Haft wurde beantragt und wurde wegen Verdunkelungs- sowie Tatbegehungsgefahr schließlich auch verhängt.
- Cobra-Cop vergrub Johanna in der Nähe seines Wohnortes
- Polizist gesteht: Johanna in Loch in Waldstück verscharrt
- Schon wieder! Junge Steirerin vermisst - Polizist festgenommen
Indes vermeldete die "Kleine Zeitung", dass der Staatsanwaltschaft ein vorläufiges Obduktionsergebnis vorliegt. Die Gerichtsmedizin untersuchte die Leiche der Frau. Das Ergebnis wird aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch geheim gehalten. Danach soll es Klarheit geben, wie sie zu Tode gekommen ist. Der festgenommene Polizist hatte von einem "Unfall beim Sex" gesprochen - was ihm nur die wenigsten abnehmen. So postet etwa Mag. Andreas Strobl, ein renommierter Strafverteidiger, zu der Causa: "Meine Erfahrung aus Mord-Prozessen: Unabsichtliches Erwürgen geht nicht" bzw. sei nicht möglich. Eine Userin pflichtet bei: "Es dauert 4 bis 5 Minuten und wenn der Täter dem Opfer ins Gesicht sieht, sieht er sukzessive das volle Ausmaß der Zerstörung, sodass es nicht einfach so passieren kann" - zumal sich die Steirerin - eine durchtrainierte Kickboxerin - gegen den Cobra-Mann, der sich bei einem TV-Auftritt bei "Ninja Warrior Austria" (siehe Foto oben) als "Halbgott sah, der für den Kampfsport lebt", durchaus gewehrt haben dürfte.
Jetzt sagt der verdächtige Polizist aus, dass sie sich selbst mit einem Gürtel stranguliert haben soll. Der von der jungen Frau ausgelöste Druck sei letztlich zu stark gewesen, darum sei „diese Tragödie, dieser schreckliche Unfall“ geschehen, so seine Angaben beim Verhör. Johannas Leiche wurde im Waldstück mit besagtem Gürtel um den Hals von den Ermittlern aufgefunden.
Angebliche Schwangerschaft
Die 34-Jährige, die angeblich im 5. Monat von Manuel M. schwanger war (auch das wird bei der Obduktion herauskommen), war am Freitag nach einem Treffen mit dem Beamten spurlos verschwunden. Ihre Mutter erstattete am Samstag eine Vermisstenanzeige. Am Montag wurde der 30-Jährige festgenommen, nachdem eine Freundin von Johanna die Ermittler informiert hatte, dass sie ihr per WhatsApp geschrieben habe, ihn am Freitag noch zu treffen. Danach: unerklärliche Funkstille.
M. - für den die Unschuldsvermutung gilt - hatte sich bei der Befragung durch die Kriminalpolizei in Widersprüche verstrickt und auch falsche Angaben gemacht. Als sich der Verdacht immer mehr erhärtete, gestand der 30-Jährige am Dienstag schließlich, dass die Vermisste tot sei und er damit im Zusammenhang stehe. Er habe die sterblichen Überreste noch am Freitag in einem Waldstück nahe seinem Elternhaus in der Region Feldbach vergraben. Die Leiche wurde am Dienstag von den Ermittlern gefunden.
Der Cobra-Mann machte zwar Angaben zu den Todesumständen der 34-Jährigen, doch diese werden erst überprüft und könnten auch einfach nur Schutzbehauptungen sein. Die Ermittler und die Staatsanwaltschaft halten sich diesbezüglich bedeckt - auch aus kriminaltaktischen Gründen.