Cobra-Beamter

Fitnesstrainerin (34) erwürgt - Cobra-Cop vor U-Haft

Wie kam Johanna G. wirklich ums Leben, war sie schwanger, wie heftig hat sie sich gewehrt? Mit Spannung warten jetzt alle auf das Obduktionsergebnis.

Stmk. Im Fall der toten 34-jährigen Johanna G.  - die zunächst vermisst und im ganzen Land gesucht wurde, bis sich leider der Verdacht eines Gewaltverbrechens gegen einen 30-jährigen Polizisten richtete - steht am Donnerstagnachmittag die Haftprüfungsverhandlung gegen den Bediensteten der Sondereinheit Cobra-Süd an. Die U-Haft wurde beantragt und steht so gut wie fest.

Indes warten die Ermittler weiter auf das Obduktionsergebnis der Gerichtsmedizin. Diese untersucht die Leiche der Frau. Danach soll es Klarheit geben, wie sie zu Tode gekommen ist. Der festgenommene Polizist hatte von einem "Unfall beim Sex" gesprochen - was ihm nur die wenigsten abnehmen. So postet etwa Mag. Andreas Strobl, ein renommierter Strafverteidiger zu der Causa: "Meine Erfahrung aus Mord-Prozessen: Unabsichtliches Erwürgen geht nicht" bzw. sei nicht möglich. Eine Userin pflichtet bei: "Es dauert 4 bis 5 Minuten und wenn der Täter dem Opfer ins Gesicht sieht, sieht er sukzessive das volle Ausmaß der Zerstörung, sodass es nicht einfach so passieren kann" - zumal sich die Steirerin - eine durchtrainierte Kickboxerin - gegen den Cobra-Mann, der sich bei einem TV-Auftritt bei "Ninja Warrior Austria" (siehe Foto oben) als "Halbgott sah, der für den Kampfsport lebt", durchaus gewehrt haben dürfte.

Die 34-Jährige, die angeblich im 5. Monat von Manuel M. schwanger war (auch das wird bei der Obduktion herauskommen), war am Freitag nach einem Treffen mit dem Beamten spurlos verschwunden. Ihre Mutter erstattete am Samstag eine Vermisstenanzeige. Am Montag wurde der 30-Jährige festgenommen, nachdem Freundin von Johanna die Ermittler informiert hatte, dass sie ihr per WhatsApp geschrieben habe, ihn am Freitag noch zu treffen. Danach: unerklärliche Funkstille.

Da sich M. - für den die Unschuldsvermutung gilt - bei der Befragung durch die Kriminalpolizei in Widersprüche verstrickt und auch falsche Angaben gemacht hatte. Als sich der Verdacht immer mehr erhärtete, gestand der 30-Jährige am Dienstag schließlich, dass die Vermisste tot sei und er damit im Zusammenhang stehe. Er habe die sterblichen Überreste noch am Freitag in einem Waldstück nahe seinem Elternhaus in der Region Feldbach vergraben. Die Leiche wurde am Dienstag von den Ermittlern gefunden.

Der Cobra-Mann machte zwar Angaben zu den Todesumständen der 34-Jährigen, doch diese werden erst überprüft und könnten auch einfach nur Schutzbehauptungen sein. Die Ermittler und die Staatsanwaltschaft halten sich diesbezüglich bedeckt - auch aus kriminaltaktischen Gründen.

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