Mutter widerspricht

Missbrauchte Mann die blinde Tochter?

05.06.2009

Die Kindesmutter vermutet eine „Intrige“ einer Lehrerin.

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© Lems
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Ein Mann soll sich an seiner heute elfjährigen blinden Tochter vergangen haben. Der 35-Jährige stand wegen dieser schwerwiegenden Anklage am Donnerstag in Klagenfurt vor einem Schöffensenat. Der Angeklagte plädierte auf nicht schuldig.

Lehrerin anvertraut
Laut Anklage soll er seine Tochter vor zwei Jahren unsittlich am Geschlecht berührt haben. Damals lebten der Angeklagte, dessen Lebensgefährtin und die gemeinsame Tochter Nicole auf einem alten Bergbauernhof im Lavanttal. Das Mädchen vertraute sich danach einer Lehrerin an, die dann sofort das Jugendamt einschaltete.

Mutter widerspricht
Die Mutter der Elfjährigen sieht die Sache allerdings anders: Ihr Lebensgefährte sei sicher unschuldig, die Lehrerin habe der damals neun Jahre alten Nicole „vorgesagt haben, was geschehen sein soll“, so die Mutter vor dem Schöffensenat. Richter Manfred Herrenhofer wollte von der Mutter wissen, warum sie nicht zugestimmt habe, ihre Tochter von einem Gynäkologen untersuchen zu lassen, damit Klarheit geschaffen werde. Die Frau schwieg eisern. Richter Herrenhofer mahnte: „Sie werden mit der Ungewissheit leben müssen, ein ganzes Leben lang.“ Einen Versuch zu klären, was das Kind in der Schule ihrer Lehrerin anvertraute, hat es offenbar nie gegeben. Der Prozess wurde vertagt.

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