Leiche gefunden

Paulina wurde entführt und getötet

© APA /Zeppelzauer / Polizei
Vermisste 14-Jährige tot in Wald gefunden. Stiefvater unter Mordverdacht.
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Verdächtige verwickeln sich in Widersprüche
Derzeit liege kein Geständnis vor, doch "die Einvernahmeergebnisse sind widersprüchlich", sagte Sicherheitsdirektor Lißl. "Das Mädchen ist bereits gestern um 7.00 Uhr früh von den beiden Tatverdächtigen mit hoher Wahrscheinlichkeit ermordet worden."

Zunächst hatten die beiden Verdächtigen eisern geschwiegen. Auf den Schuhen eines Verdächtigen wurden jedoch Blutspuren gefunden, zudem Klebebänder und "mehrere Gegenstände, die als Tatwerkzeuge anzusehen sind" im Auto (für beide gilt die Unschuldsvermutung). Motiv: Rache wegen verschmähter Liebe. Die brutale Tat soll von langer Hand geplant worden sein. Schon im Februar sollen die beiden besclossen haben, Paulina zu töten.

Trauer und Schock in Bad Ischler Schule
Die Mitschüler der ermordeten 14-Jährigen mussten psychologisch betreut werden. Am Donnerstag kümmerten sich Teams des Kriseninterventionsdienstes und Mitarbeiter des psychosozialen Netzwerks um die 600 Jugendlichen.

Man habe bereits am Dienstag gewusst, dass das Mädchen vermisst wurde und tags darauf hätten sich die Hinweise verdichtet, "dass da mehr dahinter ist", so Schuldirektor Günter Mautz. Die Todesnachricht kam dennoch wie ein Schock: Sie platzte direkt in das Schulschlussfest, das daraufhin abgebrochen wurde.

Er habe die 14-Jährige selbst gut gekannt, weil er in ihrer Klasse unterrichtet habe, so Mautz. Sie sei ein zurückhaltendes, aber sehr lebenslustiges Mädchen gewesen. Dass es in der Familie nicht immer leicht gewesen sei, habe man gewusst. Die Frau und ihre Kinder seien allerdings nach der Trennung der Mutter vom Lebensgefährten wieder gut auf die Beine gekommen, so der Direktor, bei dem bereits die Schwester der Getöteten ihre Matura abgelegt hat.

Staatsanwaltschaft schweigt
Die zuständige Staatsanwaltschaft Wels gab sich am Donnerstag noch sehr bedeckt. Man müsse erst die Obduktionsergebnisse abwarten, wann diese eintreffen werden, wisse man noch nicht, so Behördensprecher Manfred Holzinger. Was den Ermittlungsstand angehe, verfüge er über "keine zeitnahen Informationen", sagte Holzinger. Berichte wonach ein Geständnis vorliege, wurden von ihm weder bestätigt noch dementiert.