Teure Spielerei
250.000 Euro Schaden: Schüler fluten Klassenzimmer
03.05.2026In der Volksschule Leobendorf (Bezirk Korneuburg) sorgte eine folgenschwere Spielerei für einen riesigen Wasserschaden.
Niederösterreich. Bürgermeisterin Magdalena Batoha (ÖVP) bestätigte gegenüber "noe.ORF.at" den Vorfall im niederösterreichischen Leobendorf (Bezirk Korneuburg). Vor rund drei Wochen sollen drei Schüler im Alter von neun bis zehn Jahren an einem Freitagnachmittag in einer Klasse an einem Ventil des Waschbeckens hantiert haben. Zunächst floss offenbar kein Wasser, doch durch den Druck öffnete sich nachträglich ein weiterer Verschluss. Laut Bürgermeisterin Batoha sei das Wasser über das Wochenende dann unkontrolliert geflossen und am Montag in der Früh sei bereits alles in der Klasse unter Wasser gewesen.
250.000 Euro Wasserschaden
In der Volksschule Leobendorf zeigte sich nach dem Vorfall das ganze Ausmaß der Zerstörung. "Niederösterreichische Nachrichten" ("NÖN") berichteten zuerst. Vor allem der Parkettboden wurde stark beschädigt und hat sich stellenweise aufgestellt. Auch Möbel aus Holz, wie etwa Tischbeine, wurden durchfeuchtet. Zudem tropfte das Wasser durch die Decke in darunterliegende Klassen und verursachte dort weitere Schäden. Die Versicherung schätzt den entstandenen Wasserschaden mittlerweile auf rund 250.000 Euro.
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Drei Klassen derzeit gesperrt
Drei Klassen können seither nicht mehr benützt werden und müssen saniert werden. "Aber wir haben improvisiert. Und es ist ja bald Schulschluss", erklärte die Bürgermeisterin gegenüber "noe.ORF.at". Die betroffenen Klassen sind vorübergehend an anderen Standorten untergebracht.
Eine Fachfirma hat bereits mit den Arbeiten begonnen, um die betroffenen Räume wieder instand zu setzen. Bis die Schülerinnen und Schüler wieder in ihre alten Klassen zurückkehren können, wird es jedoch noch länger dauern. Wie die Schule auf die verantwortlichen Schüler reagiert habe? "Die Konsequenzen dürften die Eltern gezogen haben – dort hat es wohl entsprechend deutliche Worte gegeben", sagte Batoha.