Umwelt-Skandal

ASBEST-SCHOCK: Jetzt auch NÖ verseucht!

24.03.2026

Greenpeace schlägt Alarm: Nach Burgenland und Steiermark trifft der Asbest-Skandal jetzt auch Niederösterreich – Spielplätze sind gesperrt, eine Bocciabahn wurde geschlossen. 

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© APA/GREENPEACE/MITJA KOBAL
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Der Asbest-Horror nimmt kein Ende! Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat jetzt auch in Niederösterreich an mehreren Orten eine massive Asbestbelastung nachgewiesen. Betroffen sind Krumbach, Kirchschlag in der Buckligen Welt – und Wiener Neustadt.

Bis zu 20 Prozent Asbest in den Proben

Greenpeace-Experten nahmen in Krumbach und Kirchschlag Proben bei einem Straßenbankett, Parkplätzen und einer Freizeitanlage – und die Laborergebnisse sind erschreckend: Alle vier Proben enthielten zwischen fünf und 20 Prozent Asbest. Zwei Staubproben zeigten mit bis zu 170 Fasern pro Quadratzentimeter eine „deutliche Belastung" – das bedeutet: Asbestfasern lagen tatsächlich in der Luft. In Wiener Neustadt wurde das giftige Material sogar nahe einer E-Auto-Ladestation und eines Restaurants mit Spielplatz entdeckt. Ein Albtraum für betroffene Familien!

"Nur die Spitze des Eisbergs"

Greenpeace-Experte Stefan Stadler macht klar: "Auch Niederösterreich wurde nachweislich Opfer des burgenländischen Asbestskandals." Und er warnt: Die bisherigen Funde seien erst der Anfang – "nur die Spitze des Eisbergs"! Das verseuchte Material soll aus dem mittlerweile gesperrten Steinbruch Pilgersdorf im Burgenland stammen, der von der Firma Zöchling aus Hainfeld betrieben wird.

Das sind die Sofort-Reaktion: Spielplatz gesperrt, Bocciabahn dicht

Die niederösterreichischen Gemeinden handelten rasch:

  • • Kirchschlag: Bürgermeister Karl Kager (ÖVP) sperrte die Freizeitanlage sofort. Die Bocciabahn wurde bereits entsorgt und neu befüllt, das betroffene Straßenbankett abgebaggert.
  • • Wiener Neustadt: Der Spielplatz ist gesperrt, das Straßenbankett mit einer Plane abgedeckt. Die Stadt steht mit dem Land NÖ in Kontakt, um weitere Schritte abzustimmen

Land NÖ: "Hinweise werden ernst genommen"

Das Land Niederösterreich reagiert: Der Straßendienst habe bereits die Reinigung und Entsorgung von kontaminiertem Material veranlasst. Eine Expertengruppe – darunter der NÖ Umweltanwalt – weitet zudem die laufenden Luftmessungen aus.

Asbest: Lebensgefahr auf Raten

Asbest ist heimtückisch: Die winzigen, scharfen Fasern können in die Lunge eindringen und dort Lungenkrebs und unheilbare Vernarbungen verursachen – Krankheiten, die erst nach 15 bis 40 Jahren ausbrechen! Zur Vorgeschichte: Der Skandal hatte im Burgenland begonnen, wo Greenpeace im November 2025 erste Proben nahm. Vier burgenländische Steinbrüche wurden Anfang des Jahres behördlich geschlossen. Der erste NÖ-Fall wurde vor zwei Wochen im Bezirk Neunkirchen bekannt.