Am Montag früh

Lenzing AG: Proteste gegen Jobabbau

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Lenzing AG plant Jobabbau: 500 Stellen wackeln – die Belegschaft reagiert mit einer Versammlung.
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Lenzing. Montagfrüh ist die Stimmung beim oberösterreichischen Faserhersteller Lenzing angespannt. Im Raum steht ein massiver Stellenabbau: Bis zu 500 Jobs in der Verwaltung könnten gestrichen werden – rund 200 davon noch heuer, der Rest in den kommenden zwei Jahren. Geplant ist offenbar, Teile der Verwaltung ins Ausland, etwa nach Indien oder Tschechien, zu verlagern.

Die Belegschaft zeigt sich kämpferisch. Bei einer Betriebsversammlung will man sich ein klares Bild der Lage verschaffen. „Die Beschäftigten haben das Unternehmen durch Krisenzeiten getragen. Jetzt so viele Arbeitsplätze zu streichen, ist kurzsichtig und gefährdet die Kaufkraft der Region“, warnt Betriebsrat Michael Bichler. Auch die Gewerkschaft GPA kritisiert die Pläne scharf und fordert Investitionen statt weiterer Sparmaßnahmen.

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Lenzing beschäftigt weltweit rund 7.700 Mitarbeiter, davon rund 3.000 am Stammsitz in Oberösterreich. Trotz eines leichten Umsatzplus im ersten Halbjahr herrscht große Unsicherheit – ein Sozialplan wurde bereits verhandelt. Ob die Geschäftsführung konkrete Schritte setzt, soll sich nach der heutigen Aufsichtsratssitzung zeigen.