Graz
Zug-Crash: Black Boxen werden ausgewertet
Gewerkschaft kritisiert "Vorverurteilungen" des Lokführers.
Nach der tödlichen Zugkollision nahe Graz sind nun Ermittler und Gutachter gefordert: Alle Fahrgäste müssen in den kommenden Tagen als Zeugen oder Opfer befragt werden, die Leiche des 21-jährigen Lokführers wird obduziert und die Black Boxen der Züge ausgewertet. Der Zustand der 60-Jährigen war Donnerstagmittag unverändert lebensgefährlich. Die Gewerkschaft vida kritisierte "Vorverurteilungen".
Der Zugverkehr zwischen Deutschfeistritz und Übelbach wurde am Tag nach dem Unglück wieder aufgenommen. Die beiden beschädigten Zuggarnituren sind in die Remise der Steiermärkischen Landesbahnen nach Übelbach gebracht worden, wo ein Gutachter mögliche technische Ursachen für den Unfall sucht oder ausschließt.