4 tote Arbeiter
Baustellen-Drama in Wien: Albanische Gemeinde plant Protest
20.03.2026Nach dem furchtbaren Baustellen-Unglück am Wiener Alsergrund herrscht tiefe Trauer. Die albanische Gemeinde in Österreich mobilisiert nun und plant einen friedlichen Protest direkt am Unglücksort.
Das Unglück ereignete sich diese Woche am Dienstag um 14:30 Uhr. Pajtim, Asllan, Istref und Elvis – diese vier Namen stehen für eine Tragödie, die ganz Wien am Alsergrund erschüttert hat. Während die Ursachen für das verheerende Ereignis in der Porzellangasse beim Bauernfeldplatz noch weitgehend im Dunkeln liegen, setzt die albanische Gemeinde in Österreich ein starkes Zeichen. Unter dem Motto „Gerechtigkeit und Verantwortung“ ist ein friedlicher Protest am Ort des Geschehens geplant, um der verstorbenen Männer zu gedenken und Aufklärung zu fordern.
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Tragischer Einsturz im Innenhof
Auf dem Dach eines klassischen Wiener Zinshauses sollten sechs neue Luxuswohnungen entstehen. Augenzeugen berichten von einem plötzlichen Kollaps des Gerüsts und der Verschalung während der Betonarbeiten. Die Arbeiter hatten offenbar gerade eine Pause im engen Innenhof eingelegt, als die Konstruktion in sich zusammenbrach. Ein lauter Knall und anschließende Stille markierten den Moment, in dem fünf Personen in die Tiefe gerissen wurden. Ein 45-jähriger Nordmazedonier überlebte schwer verletzt und wurde mit Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen ins Spital eingeliefert.
Schwieriger Einsatz der Retter
Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich extrem schwierig. Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten zunächst mit bloßen Händen, die Opfer aus den Trümmern und dem flüssigen Beton zu befreien. Der Beton verhärtete sich zusehends, weshalb Spezialgeräte, Drohnen sowie die Schallortungsgruppe und Rettungshunde angefordert werden mussten. Trotz des massiven Aufgebots an Helfern kam für vier Männer jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur noch tot geborgen werden.
Suche nach der Ursache
Warum das Gerüst an der Baustelle nachgab, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die albanische Gemeinde möchte mit ihrem Protest sicherstellen, dass das Schicksal der Arbeiter nicht vergessen wird. Die Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung der Verantwortlichkeiten steht dabei im Zentrum der Kundgebung. Es geht um die Frage, wie es bei einem solchen Bauprojekt zu einer derartigen Katastrophe kommen konnte.