Fernwärmeausbau
Mega-Baustelle in Hietzing: Maxingstraße bis Dezember gesperrt
06.04.2026Baustellen-Alarm im 13. Bezirk: Die Maxingstraße wird ab Dienstag wegen neuer Fernwärme-Leitungen bis Dezember in beide Richtungen gesperrt gesperrt.
Wer in Hietzing mit dem Auto oder dem Bus unterwegs ist, sollte wesentlich mehr Zeit einplanen und starke Nerven mitbringen. Die Maxingstraße verwandelt sich ab dem 7. April in eine riesige Baustelle und bleibt für den gesamten Durchzugsverkehr monatelang unpassierbar. Erst kurz vor Weihnachten soll die wichtige Verbindung im 13. Bezirk wieder für alle frei sein.
Fernwärmeausbau in Hietzing
Hinter der massiven Sperre steckt ein gewaltiges Infrastrukturprojekt der Stadt Wien. Im Abschnitt zwischen dem Montecuccoliplatz und der Trauttmansdorffgasse wird über die Volkgasse, Hanselmayergasse und Maxingstraße eine neue Fernwärmeleitung verlegt. Davon profitiert in Zukunft vor allem der Tiergarten Schönbrunn, der durch diese Maßnahme an das moderne Netz angeschlossen wird. Aber auch für die Anrainer im Grätzl ergibt sich dadurch die Möglichkeit, auf die klimafreundliche Heizform umzusteigen.
Damit die Straße nicht in den nächsten Jahren erneut aufgerissen werden muss, nutzen die Wiener Netze die Gunst der Stunde und erneuern im selben Aufwasch auch gleich eine Wasserleitung sowie Stromkabel und sanieren den Kanal. Als finaler Schritt wird im Dezember ein komplett neuer Straßenbelag aufgezogen.
Geduldsprobe für Autofahrer im Frühverkehr
Für Pendler und den Individualverkehr bedeutet die Baustelle eine echte Belastungsprobe. Baustellenkoordinator Christian Zant rechnet mit einem Zeitverlust von mindestens fünf bis zehn Minuten, wobei es besonders im dichten Morgenverkehr noch länger dauern könnte. Wer aus Richtung Süden, also etwa aus Meidling, Atzgersdorf oder Speising kommt, wird großräumig über die Fasangartenstraße und die Lainzer Straße umgeleitet. In der Gegenrichtung führt der Weg von Hietzing kommend zunächst in die Maxingstraße, ehe der Verkehr über die Trauttmansdorffgasse und die Wattmanngasse zur Elisabethallee abfließen muss.
56A, 56B, 58A und 58B werden umgeleitet
Besonders hart trifft es die Fahrgäste der Wiener Linien, da gleich mehrere Linien ihre gewohnten Routen verlassen müssen. Die Busse 56A und 56B werden über die Lainzer Straße umgeleitet und lassen zahlreiche gewohnte Stopps wie den Montecuccoliplatz oder das ORF-Zentrum am Küniglberg komplett aus. Ersatzweise wird nur die Haltestelle Gloriettegasse der Linie 60 angefahren.
Auch bei den Linien 58A und 58B bleibt kein Stein auf dem anderen. In Richtung Hietzing werden die Busse über die Strecken der Linien 56A und 56B geführt, während es in Fahrtrichtung Atzgersdorf zu Verschiebungen in die Wattmanngasse und die Fasangartenstraße kommt. Viele Haltestellen werden aufgelassen oder an provisorische Standorte in der unmittelbaren Umgebung verlegt.
Zufahrt für Anrainer bleibt möglich
Trotz der Totalsperre für den Durchgangsverkehr gibt es für die Bewohner der betroffenen Straßenzüge eine kleine Erleichterung. Die Zufahrt für Anrainer bleibt laut Markus Pederiva von den Wiener Netzen während der gesamten Bauzeit möglich. Da für die Anlieferung von Baumaterialien ohnehin stets eine Fahrspur frei bleiben muss, können die Bewohner diesen Korridor nutzen. Auch die Versorgung der Tiere im Tiergarten Schönbrunn ist gesichert, damit die Futterlieferungen weiterhin ohne Probleme ankommen.
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"Mir ist bewusst, dass die notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen in den kommenden Monaten mit Einschränkungen und Unannehmlichkeiten verbunden sein werden. Gleichzeitig stellen diese Maßnahmen einen wichtigen Schritt in Richtung einer alternativen Energieversorgung und Modernisierung der Infrastruktur dar“, betont Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl (ÖVP).