Durchschnittlich vier Mal pro Tag blockieren "Falschparker" - also schlampig geparkte Autos - unsere Busse und Straßenbahnen. Das Klimadashboard zeigt, wo die Hotspots liegen.
Es ist die tägliche Wutprobe für tausende Wiener Pendler. Man sitzt in der Bim oder Bus und will einfach nur heim, doch plötzlich geht gar nichts mehr. Ein schief abgestelltes Auto oder ein abstehender Spiegel blockieren die Schienen. Die Wiener Linien zählten im Vorjahr satte 1.500 solcher Vorfälle, mit einer Gesamtunterbrechung von 14 Tagen. Das sind fast vier Blockaden pro Tag, die den Fahrplan der Stadt komplett durcheinanderwürfeln und für massiven Frust sorgen. Die Öffis können erst passieren, nachdem das Fahrzeug entfernt wurde. Die Folge sind Verspätungen, gestörte Intervalle und viele verärgerte Öffi-Fahrgäste.
Es gibt Hotspots, an denen Falschparker besonders viele Störungen und Wartezeiten verursachen, wie jetzt eine Karte des Vereins Klimadashboard zeigt. Am allermeisten in der Kreuzgasse im 18. Bezirk, wo allein 2025 durch mindestens 89 Vorfällen mehr als 22 Stunden lang die Öffis unterbrochen wurden. Die Kreuzgasse ist eine besonders enge Straße, wo sich Straßenbahnen und die Spiegel der parkende Autos sehr nahe kommen.
Hotspots Währing und Hernals
Im 17. und 18. Bezirk finden sich weitere Orte, wo diese Enge vermehrt zu Problemen führt, so auch in der Währinger Straße, Gentzgasse oder Hormayrgasse. Das alles macht den 18. Bezirk zum stärksten betroffenen Bezirk. Besonders häufig waren im vergangenen Jahr die Bim-Linien 9, 42, 41, 5 von Falschparkern betroffen. Unter den Bus-Linien ist die Linie 13A der Spitzenreiter.
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Nachdem bereits 2023 die Strafen für widerrechtlich abgestellte Autos erhöht wurden, wurde auch hier nochmals nachgezogen: Statt den bisherigen 365 Euro sind seit 1. Jänner 467 Euro fällig. Wer Öffis blockiert, blockiert Fahrgäste, die umweltfreundlich unterwegs sind.