Karlspling, Floriding, Hüttelding, Siebenhiring usw... Aufbauend auf der Umbenennung von Ottahirten und Simmerlaa im Jahr 1982 soll das vereinfachte Namensschema nun systemweit eingeführt werden.
Die bisher unklaren Bezeichnungen hätten dazu geführt, dass Fahrgäste das Fahrtende nicht rechtzeitig erkannten und im Fahrzeug sitzen blieben. Im nächsten Schritt des Pilotprojekts werde man die Zwischenhalte vereinheitlichen: Schottengasse, Stadiongasse, Pilgramgassegasse, etc. Zumindest wäre das so, wenn es kein Aprilscherz wäre. Auf Instagram hat sich schon ein User, der sich dem Datum nicht bewusst war, darüber aufgeregt: „Einfach nur dumm und lächerlich, das wird die Leute noch mehr verwirren." Glücklicherweise hält hier die Verwirrung nur für einen Tag an.
Auch die ÖBB waren am ersten April kreativ. Das Konzept: Der „Railjet Sonnendeck", der weltweit erste Doppelstock-Zug mit offenem Oberdeck. Ab Sommer 2026 bringe der neue Railjet auf der Südstrecke noch mehr Platz, Panorama pur und echtes Urlaubsfeeling schon während der Anreise mit Cabrio-Feeling inklusive. Mit 240 Sonnendeck-Plätzen, Bord‑Bistro im Strandbar-Look und barrierefreiem Zugang setze das neue Flaggschiff der ÖBB neue Maßstäbe für Reisen auf der Schiene.
Nun könne man Frischluft und Sonnenschein während der Zugfahrt genießen.
Wie es dazu kam, dass der 1. April zum Tag für besondere Scherze wurde, ist unbekannt. Im 19. Jahrhundert gab es in Grimms deutschen Wörterbuch erstmals Aufzeichnungen vom „Aprilnarr" und „In den April schicken", jedoch noch nicht vom Aprilscherz an sich. Spuren zum Anfang der Entwicklung reichen aber bis zur Antike zurück. Dort gab es im Volksglauben Unglückstage, zu denen auch der erste April gezählt haben soll.