Politik-Insider

Grüne 'wollten nur einen Arzt als Minister' haben

Warum Grünen-Chef Kogler sich für Wolfgang Mückstein entschieden hat.
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Es werde "ein Experte werden", sagte bereits am Freitag ein Insider zu ÖSTERREICH. Tatsächlich war Vizekanzler Werner Kogler offenbar gleich davon beseelt, diesmal einen Arzt zum Gesundheitsminister zu machen.

Ein grüner Stratege erklärte, dass es "in der größten Pandemie einen Mediziner braucht, der umgehend entscheiden kann". Er brauche "keine Einarbeitungszeit". Stefan Wallner, derzeitiger Kabinettschef von Werner Kogler, sei zwar "ein exzellenter Sozialpolitiker, ihm fehle aber die Gesundheitsexpertise", wird erklärt, warum die Entscheidung offenbar bereits am Wochenende auf Wolfgang Mückstein fiel.

Management-Skills. Zudem habe der 47-jährige Allgemeinmediziner durchaus "Managementerfahrung". Er sei schließlich Leiter eines Primärversorgungszentrums in Wien und auch Kammerfunktionär.

Zudem halten ihn die Grünen für "unangreifbar für die ÖVP". Diese habe "den Rudi immer wieder anlaufen lassen wollen", das sei mit einem Arzt "weit schwieriger". Dem neuen Gesundheitsminister seien die Probleme beim Impfen ebenso klar wie die Notwendigkeit, weiteren Impfstoff für Boostershots einzukaufen.

Man wolle die Zusammenarbeit mit dem Kanzleramt verbessern, heißt es im Hintergrund.

Dass die Stimmung zwischen Kanzler und Rudolf Anschober alles andere als gut war, zeigte sich schließlich bis zum Schluss: Sebastian Kurz wurde erst gestern, um 8.30 Uhr, offiziell von Anschober von seinem Rücktritt informiert. Kurz ging von Wallner als Gesundheitsminister aus. Wird der jetzt Generalsekretär im Sozialressort? Kogler dementierte das gestern in der ZiB 2.

Isabelle Daniel