Heute wählen NÖ & Kärnten

Erstes Polit-Beben des Jahres

02.03.2013

Brutaler Kampf um Platz 1 in Kärnten: Erwin Pröll kämpft um seine Absolute.

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© TZ ÖSTERREICH, Reuters
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Mit den Landtagswahlen in Niederösterreich und Kärnten heute, Sonntag, beginnt die "heiße Phase" des Superwahljahres 2013. Die Urnengänge stellen nach der Bundesheer-Volksbefragung im Jänner den ersten "richtigen" Gradmesser dar. Während die ÖVP darauf hofft, dass Landeshauptmann Erwin Pröll in Niederösterreich die absolute Stimmenmehrheit verteidigt, könnte die SPÖ mit einem ersten Platz in Kärnten einen kräftigen Schub für die Nationalratswahl im Herbst mitnehmen. Das Team Stronach absolviert seinen ersten Lauf unter Wettkampfbedingungen, das BZÖ hingegen kämpft um das politische Überleben.

Bei den Urnengängen sind 1,404.450 Niederösterreicher und 440.748 Kärntner wahlberechtigt. In Kärnten schließen die letzten Wahllokale um 16.00 Uhr, in Niederösterreich um 17.00 Uhr. Mit den vorläufigen Endergebnissen ist ab ca. 19.00 Uhr zu rechnen.

Niederösterreich
Die ÖVP hat in Niederösterreich die 2008 erreichten 54,39 Prozent zu verteidigen. Der Wahlkampf wurde von dem Duell Pröll gegen Stronach dominiert. Meinungsforscher waren sich im Vorfeld uneins, wer von dieser Zuspitzung mehr profitieren konnte. Jedenfalls sorgte das Antreten des Team Stronach in beiden Bundesländern für eine Portion Unkalkulierbarkeit. Der Austrokanadier steigt zwar in Niederösterreich als Spitzenkandidat in den Ring, räumte aber bereits im Vorfeld ein, nicht in den Landtag gehen zu wollen.

Bei der Landtagswahl 2008 in Niederösterreich kam die ÖVP auf 54,39 Prozent und 31 Mandate, die SPÖ auf 25,51 Prozent und 15 Mandate. Die Freiheitlichen erreichten 10,47 Prozent und sechs Mandate, die Grünen 6,91 Prozent und vier Mandate.

Kärnten
In Kärnten dürfte es auf ein enges Match zwischen SPÖ und FPK um Platz eins hinauslaufen. Gelingt es der SPÖ, den Landeshauptmann-Sessel zu erobern, würde das wohl die Bundesheer-Volksbefragung vergessen lassen. Für das BZÖ hingegen geht es bei der Wahl um das politische Überleben. Sollte es für einen Einzug in den Kärntner Landtag nicht reichen, wäre das ein schlechtes Omen für die Nationalratswahl.

Beim Urnengang landete im März 2009 das BZÖ - seit Dezember 2009 FPK - mit 44,89 Prozent und 17 Mandaten auf Platz eins, dahinter folgte die SPÖ mit 28,74 Prozent und elf Mandaten. Die ÖVP kam auf 16,83 Prozent der Stimmen und sechs Mandate, gefolgt von den Grünen mit 5,15 Prozent und zwei Mandaten. Die FPÖ scheiterte mit 3,76 Prozent am Einzug.

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