"Raiffeisen-Geld"

FPÖ tobt über "Bargeld-Transporte für Ukraine"

08.03.2026

Geldwäscheermittlungen in Ungarn nach Panzerwagen-Transport mit 82 Millionen aus Österreich. Die FPÖ ist alarmiert. Die Ukraine spricht davon, dass das Geld von Raiffeisen stamme.

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Ungarn hat zwei gepanzerte Geldtransporter, die aus Österreich kamen, beschlagnahmt. Mit der Ukraine streitet Ungarn nun nicht nur wegen Öllieferungen, sondern auch wegen der Festnahme von Bankmitarbeitern.

Denn die ungarischen Behörden setzten vorübergehend sieben Ukrainer der staatlichen Bank Oschadbank fest, als sie den Geldtransport aus Österreich mit Bargeld und Gold im Wert von rund 82 Millionen Dollar beschlagnahmten. Die Steuer- und Zollbehörde (NAV) begründete den Zugriff mit dem Verdacht auf Geldwäsche.

"Warum gab es keine Überweisung?" 

Die FPÖ ist alarmiert: „Es gibt in diesem mutmaßlichen Milliarden-Finanzkrimi viele offene Fragen!“, trommelte FPÖ-General Christian Hafenecker am Sonntag. Österreich spiele „im Skandal eine zentrale Rolle“ als Drehscheibe. Er will wissen: Wofür wird dieses Geld tatsächlich gebraucht, warum gab es keine Überweisung?

Oschadbank spricht von offiziellem Transport

Die ukrainische Staatsbank hatte mitgeteilt, ihre Mitarbeiter hätten 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold bei sich gehabt. Laut Bank zeige ein GPS-Signal, dass sich ihre Fahrzeuge nun in der Nähe eines Gebäudes des ungarischen Sicherheitsdienstes in Budapest befänden. „Der Transport der Gelder und Wertgegenstände erfolgte durch die Oschadbank im Rahmen und gemäß einer internationalen Vereinbarung mit der Raiffeisen Bank, Österreich“, erklärte die Oschadbank in einer Stellungnahme. „Die Fracht wurde gemäß den internationalen Transportvorschriften und den geltenden europäischen Zollverfahren abgefertigt.“

Raiffeisen International lehnte auf Anfrage von Reuters eine Stellungnahme zu dem Sachverhalt unter Berufung auf das Bankgeheimnis ab. 
  

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