Studie deckt auf

Ab DIESEM Alter sollten Partner im Flugzeug nicht mehr nebeneinandersitzen

03.04.2026

Gemeinsam in den Urlaub fliegen und über den Wolken Händchen halten? Das könnte für einige Passagiere bald der Vergangenheit angehören. Eine neue Studie enthüllt ein bisher unterschätztes Sicherheitsrisiko an Bord und fordert eine drastische Änderung der Sitzordnung. 

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Wenn im Flugzeug die Alarmglocken schrillen und Rauch durch die Kabine zieht, zählt jede einzelne Sekunde. Die Vorgabe der US-Luftfahrtbehörde FAA: Ein Flugzeug muss im Notfall innerhalb von 90 Sekunden geräumt sein. Doch das sieht in der Realität oft anders aus. Eine neue Studie, die im Fachmagazin „AIP Advances“ veröffentlicht wurde, enthüllt nun: Ob eine Evakuierung gelingt oder in einer Katastrophe endet, hängt von einem scheinbar unscheinbaren Detail ab: unserer Sitzposition und dabei spielt vor allem das Alter eine entscheidende Rolle.

Alter und Sitzposition sind entscheidend bei der Evakuierung

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Wissenschaftler der Universitäten Sydney und Calgary simulierten in 27 Testszenarien die Evakuierung eines Airbus A320 mit unterschiedlichen Altersverteilungen an Bord. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die geforderten 90 Sekunden wurden in der Realität der Simulation meilenweit verfehlt. Die Räumung dauerte zwischen 141 und 218,5 Sekunden. Das ist weit über dem Sicherheitslimit.

Ab 60 wird es kritisch

Die Forscher identifizierten einen entscheidenden Faktor für die Verzögerung: Passagiere ab 60 Jahren. Das Problem ist nicht die grundsätzliche Anzahl von älteren Menschen an Bord, sondern ihre geballte Präsenz in bestimmten Zonen.

Wenn mehrere Passagiere ab 60 Jahren dicht hintereinander oder direkt an den Ausgängen sitzen, entstehen in der ohnehin schon engen Kabine schnell Staus. Einmal ins Stocken geraten, gibt es kein Vor und Zurück mehr. Jüngere, agilere Fluggäste, die sich hinter den Engpässen befinden, werden ausgebremst. Die gesamte Evakuierung kollabiert im Gang.

Getrennte Plätze für die eigene Sicherheit?

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Die dringende Empfehlung der Forschenden: Passagiere höheren Alters oder mit eingeschränkter Mobilität müssen zukünftig viel gleichmäßiger über die gesamte Flugzeugkabine verteilt werden. Nur so lassen sich lebensgefährliche Engpässe im Gang verhindern. Die Zukunft des Fliegens könnte also bedeuten: Sicherheit geht vor Zweisamkeit.

Klügere Konzepte

Die Wissenschaftler betonen ausdrücklich: Niemand möchte ältere Menschen vom Fliegen ausschließen! Die Studie ist vielmehr ein Weckruf an die Airlines. Die heutigen Sicherheitskonzepte basieren auf der Illusion von extrem schnellen, beweglichen Passagieren. Eine gleichmäßigere Verteilung der Fluggäste wäre ein simpler, aber extrem effektiver Schritt, um im Ernstfall alle Menschen an Bord schneller ins Freie zu bringen. 

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