Verdienter Ertfolg
0:1 - Altach mauert sich gegen Salzburg ins historische Finale
04.03.2026Die Sensation ist perfekt, die Vereinshistorie um einen Rekord reicher. Altach gewinnt in seinem ersten ÖFB-Cup-Halbfinale in Salzburg vor 5.720 Zusehern durchaus verdient mit 1:0 und steht damit erstmals im Endspiel.
Die Salzburger wollten von Beginn an zeigen, wer Herr im Haus ist, und untermauerten das mit einem Stangenschuss in der 10. Minute von Moussa Yeo. Aus viel Ballbesitz sahen aber nur selten Chancen wie diese heraus.
Altachs Antwort war vor allem ein tiefer Block, gepaart mit viel Physis und gelegentlichem Pressing. Doch rund 15 Minuten vor dem Pausenpfiff witterten sie plötzlich ihre Chance. Zuerst waren es ein Stangenschuss von Mohamed Ouedraogo aus rund 25 Metern (39.) und einer an die Latte aus nur fünf Metern von Diawara (45.) - vor allem hier hatte Keeper Alexander Schlager enormes Glück.
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Doch nur kurz danach belohnten sich die Gäste für diese Drangphase. Nach einem Greil-Eckball war es Kapitän Lukas Jäger, der per Power-Kopfball Schlager keine Chance ließ - 0:1 (45.+2). Aus den Kabinen kam die Partie wie über weite Teile in den ersten 45 Minuten: Salzburg hatte den Ball, Altach stand tief. Wenn es gefährlich wurde, hatte aber Schlussmann Dejan Stojanovic seine Finger im Weg.
Altach mit den besseren Möglichkeiten
Die größte Chance hatten wieder die Vorarlberger, weil Jannik Schuster zu seinem Torhüter zurückspielen wollte, Srdjan Hristic aber im Weg stand - er köpfte den Ball aber ohne Bedrängnis über das Tor (68.). So eine Gelegenheit fanden Daniel Beichlers Mannen bis zum Schlusspfiff nicht vor.
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Schlussendlich verteidigte der Underdog von Ognjen Zaric sehr tief und beherzt, fand aber in den richtigen Momenten den Zug zum Tor und ließ die Bullen somit nie das gewünschte Spiel aufziehen. Diese verpassen also das nächste Finale, die Vorarlberger können weiter vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte träumen. Sie wären der 20. neue ÖFB-Cup-Sieger, dafür fehlen aber noch Minimum 90 heiße Minuten.
Der Altach-Trainer war vollen Lobes für sein Team: "Historisch. Ich bin mega, mega stolz auf die Mannschaft, vor allem über die Art und Weise, wie sie gespielt hat. Die Mannschaft hat perfekt verteidigt, den Plan, den ich ihnen mitgegeben habe, super umgesetzt. Die Mannschaft ist ein extrem starkes Kollektiv, alle elf Spieler, da gibt jeder für jeden alles."
Sein Gegenüber Daniel Beichler meinte: "In den ersten 25 Minuten haben die Jungs weitergemacht, wie in den ersten Spielen, was Energielevel und Schärfe betrifft. Wir waren gut im Spiel. Ab der 30. Minute ist es das erste Mal in unserer Zusammenarbeit passiert, dass nicht mehr diese Schärfe und Aggressivität da war. Das Resultat waren eindeutig diese zwei Stangenschüsse von Altach und das Gegentor. Die Jungs wollten es unbedingt, aber mit jeder Minute war die Mannschaft nicht mehr so stabil, es sind einfache Fehler passiert."