Eklat in Spanien
Spieler weinten nach Spielmanipulation
Nach dem Abpfiff flossen viele Tränen. Einige Fußballer des spanischen Drittligisten CD Eldense hatten am Samstag nach dem blamablen 0:12 gegen das B-Team des FC Barcelona noch auf dem Rasen ihren Emotionen freien Lauf gelassen. Doch die Kicker dürften gute Schauspieler gewesen sein, denn am Dienstag stellte sich nach ersten Beschuldigungen heraus: Die Partie wurde allem Anschein nach manipuliert.
Diese neuen Profis seien benutzt worden, um Partien zu manipulieren. Im Gegenzug sei ihnen Spielpraxis für eine spätere Profi-Karriere versprochen worden, bemerkt "El Pais". Die gleiche Investorengruppe soll bereits im vergangenen Jahr beim Drittligisten FC Jumilla ähnlich agiert und ihre Geschäfte später nach Elda verlegt haben, hieß es. Das 0:12 war also wohl nicht die erste Manipulation des CD Eldense. "Ich hatte schon bei einem Spiel im März erstmals Komisches bemerkt", sagte auch Club-Boss Aguilar.
Es ging zunächst offenbar auch in Elda lange gut. Aber mit dem 0:12 wurde der Bogen überspannt. Ein solches Debakel des Tabellenletzten, der bisher nur drei Mal gewann, gegen den Ersten sei wohl glaubwürdig, hatte man sich wahrscheinlich gedacht. Der Clubchef schäumt vor Wut. Er will aber seine Entscheidung, die Mannschaft zurückzuziehen, revidieren. In Namen des Sports. "Am Sonntag gegen Sabadell spielen wir, egal wie, notfalls mit jungen Spielern", kündigte Aguilar an.