"Sind Kanonenfutter"
Kroaten spotten über Austria-Triumph
Dinamo Zagreb hat in Wien sein wahres, spielstarkes Gesicht gezeigt. Zum Aufstieg in die Gruppenphase der Fußball-Champions-League hat es für den kroatischen Serienmeister aber nicht mehr gereicht. Nach dem völlig verschlafenen Heimspiel (0:2) war für Dinamo ein hoch dramatischer 3:2-Auswärtserfolg am Dienstagabend in Wien gegen die Austria zu wenig. Schuld waren nach Ansicht der kroatischen Medien vor allem die immerhin drei Trainer, die Dinamo in den Duellen mit dem ÖFB-Champion verbrauchte.
"Werden Kanonenfutter sein"
Der Austria, die man in Kroatien nach wie vor als deutlich schwächer als Dinamo einstuft, prophezeite man in der Gruppenphase ein Debakel nach dem anderen. "Die Austria ist bei weitem nicht so stark wie Dinamo. Sie wird in der Champions League nur Kanonenfutter sein", urteilte die Zeitung "Jutarnji list" und verwies auf das Schicksal von Dinamo in den vergangenen beiden Saisonen. Da hatten die Kroaten in den zwölf Partien gegen Real Madrid (0:1, 2:6), Olympique Lyon (0:2, 1:7), Ajax Amsterdam (0:2, 0:4), FC Porto (0:2, 0:3), Paris St. Germain (0:2, 0:4) und Dynamo Kiew (0:2, 1:1) bei einem Torverhältnis von 4:36 nur einen einzigen Punkt erobert.
Zagreb-Trainer vercoachte die Partie
Club-Boss Zdravko Mamic hatte unmittelbar nach dem ersten Match gegen die Austria in Zagreb Krunoslav Jurcic gefeuert. Das Duo Damir Krznar und Zoran Mamic, der Bruder des Vereinspräsidenten, hat daraufhin interimistisch die sportliche Leitung übernommen. Und das neue Gespann schien Dinamo ordentlich wachgerüttelt zu haben, denn die Truppe rund um die blendenden Techniker Sammir, Soudani und Fernandes spielte die Austrianer meist an die Wand. Doch als mit dem 3:1 durch Fatos Beciraj die Wende vollbracht schien, entschied sich das Dinamo-Trainerduo für eine Vollbremsung und nahm Sammir und Soudani aus dem Spiel.