104 Tage vor Start
WM-Schock: Mehreren Spielorten droht das Aus
27.02.2026
In mehr als 100 Tagen soll die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada beginnen. Doch nun droht einigen Spielorten das Aus.
Vom 11. Juni bis 19. Juli kämpfen erstmals 48 Nationen um den WM-Pokal. Eigentlich sollten in den 16 Spielorten riesige Fußballpartys steigen. Doch nach mehreren Skandalen und Schwierigkeiten droht nun das nächste riesige Problem.
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In einigen US-Städten sorgen Finanzierungsprobleme für Alarmstimmung bei den Organisatoren. Laut der "BBC" sind die zugesagten Bundesmittel in Höhe von rund 900 Millionen Dollar bisher nicht ausgezahlt worden.
Versprochenes Geld fehlt
Im Bostoner Vorort Foxborough herrscht derzeit Krisenstimmung. Dort sollten im Gillette Stadium der New England Patriots sieben WM-Spiele, darunter ein Viertelfinale, stattfinden.
Bill Yukna, Mitglied des örtlichen Verwaltungsrats, warnt: "Das Geld muss hier sein." In der kleinen Gemeinde leben rund 18.000 Einwohner und sie wollen nicht auf den Sicherheitskosten sitzen bleiben. Yukna erklärt: "Wir sind eine kleine Stadt. Wir wollen nur unsere Bürger schützen."
"Wir versuchen nur, unsere Bürger zu schützen"
Für die Sicherheitsmaßnahmen soll der Ort rund 7,8 Millionen Dollar erhalten. Dieses Geld wird für die notwendige Veranstaltungs-Lizenz benötigt. Ohne das Geld gibt es keine Lizenz. Yukna betont: "Es sind sieben Super Bowls hier und 39 Tage Sicherheitsabdeckung. Das ist nicht klein und darf nicht unterschätzt werden." Er setzt fort: "Es klingt, als wären wir die Bösen. Aber das sind wir nicht. Wir versuchen nur, unsere Bürger zu schützen."
In anderen Städten schlagen die Alarmglocken auch. Ray Martinez, operativer Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees in Miami, fand bei einer Anhörung drastische Worte, so "BBC". Bis Ende März werden 70 Millionen Dollar benötigt. Ohne diese drohen "katastrophale" Folgen in der Planung und Koordination. Martinez sagte: "Wir müssen sehr harte Entscheidungen treffen, beginnend mit unserem Fan-Festival."
"Es wird stattfinden"
Das Geld für die Sicherheitsmaßnahmen würde von der Katastrophenschutzbehörde FEMA kommen. Sie haben zuerst 625 Millionen Dollar zugesagt, später erhöhte die Behörde die Summe um 250 Millionen Dollar, unter anderem wegen Drohnengefahren. Das zugesagte Geld ist wegen einer teilweisen Haushaltssperre bisher eingefroren.
Trotz der Alarmstimmung ist die Gouverneurin Maura Healey optimistisch. Sie betont: "Es wird stattfinden." Doch auch sie mahnt vor einem möglichen Fiasko: "Wir müssen nur sicherstellen, dass die Kosten gedeckt sind."