Vor neuer Saison

Auf Fan-Wunsch: Formel 1 plant Hammer-Regeländerung

20.02.2026

Während die F1-Teams in Bahrain noch die letzten Testkilometer absolvieren, plant die FIA schon die Regeln für die Saison 2027. Eine Änderung soll auf angeblichen Wunsch von Fans erfolgen.

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Am 8. März startet die neue Formel-1-Saison. Noch immer sind einige Punkte nicht geregelt. Trotzdem plant die FIA schon die Zukunft der Königsklasse des Motorsports. Die Verantwortlichen wollen die Anzahl der Sprintrennen für die Saison 2027 verdoppeln.

In einer Pressemitteilung des Weltverbandes erklärt nach einem Treffen der Formel-1-Kommission (Mitglieder: FIA, Formel 1 und die Teams) in Bahrain: "Es gab Diskussionen über die Möglichkeit, die Anzahl der Sprintveranstaltungen auf bis zu zwölf zu erhöhen – basierend auf dem Wunsch nach mehr Sprints seitens der Fans und Veranstalter."

Sechs Rennen in 2026

In der Saison 2026 finden sechs Sprintrennen statt. In Shanghai, Miami, Montreal, Silverstone, Zandvoort und Singapur fahren die Fahrer schon am Samstag ein kurzes Rennen. Der Sieger erhält acht Punkte, der Achte noch einen Punkt. Gefahren wird ein Drittel der Renndistanz, also etwa 100 Kilometer. Das dazugehörige Qualifying findet am Freitag nach dem ersten freien Training statt.

Mit dem Sprintrennen will die Formel 1 mehr wichtige Sessions an den Rennwochenenden haben. Somit kämpfen die Piloten in vier der fünf Sessions um die besten Positionen.

Angeblicher Fan-Wunsch

Das Format wurde 2021 eingeführt. Damals wurde der Sprint an drei Wochenenden ausgetragen. Neben der Spannung profitiert die FIA finanziell von den Sprints. Die Veranstalter bezahlen extrem für ein Sprintwochenende. Die genaue Summe unterscheidet sich von Rennstrecke zu Rennstrecke.

Im Internet bekommt man vom Fan-Wunsch wenig mit. Die meisten kritisieren den Plan. Die Fahrer sind geteilter Meinung.

"Offen für eine Veränderung" 

Williams-Fahrer Carlos Sainz (31) meint: "Ich bin offen für eine Veränderung. Ich glaube aber, dass das Sprint-Format verbessert werden muss, denn manchmal verrät der Sprint zu viel darüber, was am Sonntag passieren wird. Wenn wir das verbessern und den Sprint etwas anders gestalten könnten als das, was wir am Sonntag sehen, wäre ich offen für mehr Sprint-Rennen. Leider würde das für die Fahrer deutlich mehr Arbeitsbelastung bedeuten – mit Sprint-Qualifying und einem volleren Freitag, sowie einem deutlich volleren Samstag."

Sein Teamchef James Vowles (46) ist ein Fan des Plans. Gegenüber der "Bild" erklärt der Brite: "Die Spannung an einem Rennwochenende kommt nicht durch drei freie Trainingseinheiten. Am Ende steigern die Sprints den Entertainment-Faktor."

Ferrari-Star kein Fan von Sprints

Ferrari-Star Charles Leclerc zeigt sich wenig erfreut: "Sprint-Rennen sollten an den Wochenenden in der Minderheit bleiben. Ich finde sechs schon sehr gut. Aber wenn es mehr werden sollten, werde ich mich anpassen und fahren."

Derzeit ist noch offen, wann die Formel-1-Kommission über den neuen Plan abstimmen wird.