Vor Eröffnungsfeier

Erster Doping-Fall bei den Olympischen Winterspielen 2026

02.02.2026

Das italienische Biathlon-Team wird unmittelbar vor Start der Olympischen Winterspiele im eigenen Land von einem Dopingfall erschüttert. 

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© Getty Images
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Rebecca Passler aus Antholz, wo ab Sonntag die olympischen Biathlon-Rennen stattfinden, wurde bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Jänner positiv getestet. Laut Italiens Anti-Doping-Behörde seien Spuren von Letrozol gefunden worden. Die 24-Jährige, die zu Italiens fünfköpfigem Olympia-Frauenteam gehörte, wurde vorläufig suspendiert. 

Mit dem Medikament Letrozol kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Bereits seit 2008 ist der Wirkstoff im Leistungssport nicht mehr erlaubt und steht auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Immer wieder Vorfälle in Italien

In der Vergangenheit hatte es in Italien schon einen prominenten Dopingfall mit Letrozol gegeben. Auch bei der früheren French-Open-Finalistin Sara Errani war im Jahr 2017 das Mittel nachgewiesen worden. Errani hatte damals bestritten, die Substanz eingenommen zu haben und vermutete eine Nahrungsmittelverunreinigung. Die Tennisspielerin wurde letztlich für zehn Monate gesperrt.

Passler startet seit Ende 2021 im Weltcup, ihre besten Karriereresultate sind zwei elfte Plätze. Sie ist die Nichte des ehemaligen italienischen Biathleten Johann Passler, der 1988 in Calgary zweimal Olympia-Bronze gewann.