Skifliegen am Kulm

Nur Rekord-Flieger Prevc für Embacher außer Reichweite

01.03.2026

Stefan Embacher musste sich beim Skifliegen am Kulm nur Überflieger Domen Prevc geschlagen geben. Der alles dominierende Slowene krönte das Skiflug-Spektakel in der Steiermark Sonntagnachmittag mit einem Schanzenrekord-Flug über 245,5 Meter.

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Am Tag nach dem knapp verpassten ersten Weltcupsieg nahm Embacher einen neuen Anlauf: Im 1. Sonntag-Durchgang sprang der 20-jährige Tiroler mit 240,5 m (allerdings mit mehr Anlauf und ohne Telemark) sogar um 2,5 Meter weiter als Prevc. Dank Kompensationspunkten und perfekter Landung ging der Slowene als überlegen Führender ins Finale und setzte dort noch einen drauf: Mit 245,5 m setzte Prevc eine kaum für möglich gehaltene Weite in den Auslauf. Bisheriger Schanzenrekord-Halter war Domens Bruder Peter Prevc mit 244 m.

Embacher reichten 225 m für einen ungefährdeten 2. Platz (+24,8 P.) vor dem Norweger Forfang. Zweitbester ÖSV-Adler: Daniel Tschofenig als Elfter.

Der 40-jährige Manuel Fettner verabschiedete sich als drittbester Österreicher als 20. vom heimischen Publikum.

Auch "Granate" reichte für Embacher nicht

Prevc: "Als ich Naito weit springen sah, habe ich mir gedacht, dass es möglich sein könnte", kommentierte Prevc seinen Schanzenrekord. "Ich habe einfach versucht, so weit wie möglich zu springen, und ich habe es richtig genossen." Mit seinem 13. Saisonsieg baute Prevc seinen Gesamtweltcup-Vorsprung gegenüber Ryoyu Kobayashi (JAP) auf 761 Punkte aus. Tschofenig ist mit 995 Punkte Rückstand auf Prevc Vierter.

"Dem 240er Club beizutreten, ist eine Ehre. Das war mein bester Flug von einigen sehr guten hier, das war eine Granate", so Embacher, der Super-Team-Olympiasieger von Predazzo. "Domen setzt ihn dann halt noch überragend. Er ist einfach der Beste." Trotzdem reist unser Team-Olympiasieger von Predazzo 2026 zufrieden ab: "Beim Skifliegen nur von Domen geschlagen zu werden, zweimal Zweiter zu werden, ist ein grandioses Wochenende."

Kraft (29.) ernttäuscht: "Das muss ich erstmal schlucken"

Schwer enttäuscht bilanzierte Ex-Weltmeister Stefan Kraft nach den Plätzen 16 und 29 am Kulm - er vermisste den Fluss und die Harmonie fürs Skifliegen. "Das muss ich jetzt schlucken. Aber ich weiß, dass ich es eigentlich drauf habe."