Liga vor dem Aus
Football-Beben: Insolvenz-Verfahren gegen ELF eröffnet
27.03.2026Der Football-Liga ELF droht nach Monaten des teils öffentlichen Streits das Aus.
Über das Vermögen der European League of Football ist diese Woche das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Hamburg eröffnet worden. Fortan bestimmt ein Insolvenzverwalter über ihr Schicksal und nicht mehr Geschäftsführer Zeljko Karajica, der sich zuletzt mit etlichen Clubs überworfen hatte. Viele davon erklärten ihren Rückzug von der ELF und traten zwei neuen Ligen bei, der EFA und AFLE.
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Noch Anfang Februar hatte die ELF vor einem Hamburger Gericht einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt und bewilligt bekommen. Die Liga teilte daraufhin mit, wie geplant in die neue Saison starten zu wollen und einen Spielplan zu erstellen. Die Teams, die im Streit ihren Austritt verkündet hatten, sind nach ELF-Auffassung verpflichtet, weiter in der Liga anzutreten.
Entscheidung über Zukunft schon bald?
Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde nun aber das Insolvenzverfahren eröffnet, wie Insolvenzverwalter Andreas Romey der dpa sagte. Das Hamburger Insolvenzgericht terminierte für 23. Juni eine Gläubigerversammlung. Bis dahin müssen Gläubiger ihre Forderungen an den Insolvenzverwalter anmelden. Eine Entscheidung, ob die Liga weitergeführt werden kann, muss allerdings schon früher her. Er hoffe auf Klarheit in den nächsten Tagen, sagte Romey.
Die meisten Teams haben sich inzwischen ohnehin schon anders aufgestellt und sich zwei neu aus dem Boden gestampften Ligen angeschlossen. Die Vienna Vikings etwa wollen in der American Football League Europe (AFLE) antreten, die Raiders Tirol in der European Football Alliance (EFA).
Die ELF war 2020 von Karajica und dem als TV-Kommentator bekannten Patrick Esume gegründet worden. Sie wollte den durch die nordamerikanische Elite-Liga NFL angefachten Football-Hype in Europa nutzen. Es gab seither fünf Spielzeiten, Stuttgart Surge kürte sich im September 2025 zum bis dato letzten Meister.