French Open

Im Doppel: Tagger erreicht zweite Paris-Runde

27.05.2026

Nach ihrem knappen Aus im ersten Major-Einzel ihrer Karriere hat die 18-jährige Lilli Tagger am Mittwoch an der Seite von Sara Errani in der ersten Runde gewonnen.

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Die Osttirolerin besiegte mit der sechsfachen Grand-Slam-Championesse im Doppel das US-Duo Sofia Kenin/Ashlyn Krueger glatt 6:3,6:2. Im Kampf um das Achtelfinale trifft die italienisch-österreichische Paarung nun auf die als Nummer 7 gesetzten Ellen Perez/Demi Schuurs (AUS/NED).

Tagger tritt mit der Titelverteidigerin an, da die 39-Jährige nicht auf die Dienste von Jasmine Paolini zurückgreifen konnte. Letztere wollte sich ganz auf das Einzel konzentrieren. Nun spielt Tagger mit der aktuellen Doppel-Olympiasiegerin. "Das war was Spezielles, das passiert nicht jeden Tag. Ich habe es wirklich genossen. Ich versuche, viel von ihr mitzunehmen", erklärte Tagger, die zuvor auch mehrere Interviews in perfektem Italienisch gegeben hatte.

Schon über 100.000 Euro brutto in Paris

Als Tagger zu Turnierbeginn auf die Roland-Garros-Anlage im Westen von Paris gekommen war, hatte sie gleich ein Bild vom Sieg von Errani/Paolini gesehen. "Da habe ich mir gedacht: okay, viel zu verteidigen haben wir nicht", erzählte die stets fröhliche Tagger lachend. Natürlich sei es auch ein Vorteil gewesen, dass ihre Trainerin Francesca Schiavone eine gute Freundin Erranis ist. Immerhin gesamt 29.000 Euro (pro Paar) hat der Sieg gebracht, mit den 14.500 und 87.000 für die Einzelniederlage hat Tagger brutto 101.500 Euro gewonnen.

Was mit dem Geld passiert, ist ihr aktuell nicht klar. "Ich habe keine Ahnung, ich habe nicht nachgeschaut. Natürlich wird's vielleicht ein Geschenk für Geschwister oder Onkel geben", meinte sie scherzend in Richtung ihres als Journalisten arbeitenden Onkels Alexander. Dass im Einzel mit ihrer Spielklasse weit mehr möglich ist, zeigt etwa der Drittrundeneinzug der Deutschen Tamara Korpatsch, gegen die Österreichs Jungstar schon eine 2:0-Bilanz stehen hat. "Natürlich wäre es mir lieber im Single gewesen, aber es ist trotzdem extrem cool."

Kitzbühel-Auftritt nicht sicher

Ob die Linz-Viertelfinalistin dieses Jahr noch einmal in Österreich spielt, ist unklar. "Ich weiß es noch nicht, Kitzbühel ist nach Wimbledon auf Sandplatz wieder, so weit haben wir noch nicht geplant. Natürlich würde es mich sehr freuen, noch einmal in Österreich zu spielen", sagte Tagger. In der Gamsstadt gibt es vom 13. bis 19. Juli erstmals ein WTA125-Turnier.

Davor steht eine kurze Rasensaison an und die Wimbledon-Premiere für Tagger. "Am Rasen ist es sicher am schwierigsten, aber das gilt natürlich für alle, weil wir extrem wenige Turniere haben. Ich habe bis jetzt recht wenig auf Rasen gespielt."

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