Ski-Krieg

Fenninger: „Ich habe all diese Lügen satt“

16.06.2015

Mercedes stoppte am Dienstag die umstrittene Werbekampagne.

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Der Streit zwischen Ski-Superstar Anna Fenninger und dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) ist am Dienstag in die nächste Runde gegangen. Grund dafür war eine Werbekampagne von Mercedes mit der Salzburgerin, obwohl Audi offizieller ÖSV-Mobilitätspartner ist. Mercedes-Benz Österreich teilte deshalb am Dienstagnachmittag mit, dass die Werbeaktion mit Fenninger sofort gestoppt werde. Auf Facebook wirft Fenninger dem ÖSV vor gelogen zu haben.

+++ Wieder Skandal um Fenninger +++

Fenninger hat sich am Dienstagabend in einem Posting auf Facebook Luft verschafft. Sie spricht davon, „jahrelang hintergangen worden zu sein“ und von Versprechen die nicht eingehalten wurden. Hauptziel der Attacke ist „ein stolzer Tiroler der die Hände nicht mehr runter bekommt“. Gemeint ist damit natürlich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Fenningers Wut-Posting im Wortlaut!

Fenninger verneint, dass es ihr bei dem Streit ums Geld gehen würde, sie könne sich „mit reinem Gewissen in den Spiegel schauen“. Beim Friedensgespräch vergangene Woche habe man auch das Thema Mercedes/Laureus besprochen, der ÖSV habe "Verständnis gezeigt". Abgeschlossen wird das Posting mit: „Ich habe all diese Lügen satt!“

Werbe-Kampagne gestoppt
"Da wir in keiner Weise die sportliche Zukunft von Anna Fenninger gefährden wollen, werden wir sofort alle Schaltungen - soweit noch möglich - stornieren", betonte Bernhard Bauer, Leiter Public Relations Mercedes-Benz Österreich, und kam damit der Forderung von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel nach. "Uns wurde gesagt, dass im sogenannten Friedensgespräch (am vergangenen Mittwoch, Anm.) mit dem ÖSV die Aktion angesprochen wurde." Dies wurde vom ÖSV jedoch bestritten.

Streit eskaliert
"Ihre Behauptung, wonach anlässlich der gemeinsamen Besprechung am 10.6.2015 seitens des Fenninger-Managements dem Österreichischen Skiverband offengelegt wurde, dass es eine Medienkampagne von Anna Fenninger mit dem Mercedes-Konzern geben wird, ist unrichtig", hieß es in einem von ÖSV-Anwalt Herbert Hübel an Fenninger-Anwalt Markus Wekwerth gerichteten Schreiben.

Aus diesem Grund wurden Fenningers Manager Klaus Kärcher, aber auch die Vittesse Kärcher GmbH aufgefordert, "derart unrichtige und dem wirtschaftlichen Fortkommen des Österreichischen Skiverbandes, sowie seiner angehörigen Sportler schadenden Äußerungen zu unterlassen."

Die zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin Fenninger, die am Donnerstag 26 Jahre alt wird, hatte bereits zuvor mit einer von ihr, Kärcher und Wekwerth gezeichneten E-Mail-Aussendung zur aktuellen Causa Stellung bezogen. "Mit den ÖSV-Vertretern Dr. Klaus Leistner und Hans Pum wurde sehr wohl das Thema 'Laureus Sports For Good', das maßgeblich von Mercedes Benz unterstützt wird, besprochen", hieß es darin.

 

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