Brisante Enthüllung

Alarm: 23 Passagiere gingen nach Virusausbruch von Bord

07.05.2026

Die Passagiere reisten einfach wieder in ihre Heimatländer zurück. 

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Im Drama um den tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff „Hondius“, werden immer weitere Details bekannt. Wie die spanische Zeitung „El País“ berichtet, sollen bereits frühzeitig 23 Passagiere das Schiff verlassen haben, nachdem die „Hondius“ auf der Insel St. Helena angelegt hatte. Dort wurde zuvor eine erste verstorbene Person an Land gebracht. Die Ehefrau eines Infizierten nahm noch an einem Landausflug teil, verstarb jedoch wenig später in Südafrika.

Die Gruppe der vorzeitig abgereisten Passagiere soll anschließend in verschiedene Länder weitergereist sein. Darunter soll sich auch eine Frau befinden, die inzwischen in der Schweiz medizinisch behandelt wird, nachdem bei ihr eine Infektion festgestellt wurde.

© Lina Selg / AFP

Suche nach „Präsenz des Virus“

Die argentinischen Behörden haben unterdessen die Entsendung von Expertinnen und Experten nach Ushuaia im Süden des Landes zur Untersuchung von Nagetieren angekündigt. Die Experten für Infektionskrankheiten des Malbrán-Instituts in Buenos Aires würden dort nach einer „möglichen Präsenz des Virus“ suchen, teilte das argentinische Gesundheitsministerium am Mittwoch (Ortszeit) mit.

 

Die Erklärgrafik stellt die Übertragung des Hantavirus dar. Das Virus wird meist durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren auf den Menschen übertragen. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist selten. Symptome sind zunächst grippeähnlich, anschließend oft schwere Atemwegserkrankung. Die Sterblichkeit liegt zwischen 25 und 40 Prozent der Fälle. Quelle: APA/Ages.

 

 

Sie würden dabei in Gebiete reisen, die zuvor von den beiden niederländischen Passagieren besucht wurden, die an einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben sind. Das Ministerium betonte, es sei „nicht bestätigt, dass die Ansteckung in Argentinien stattgefunden hat“. Die argentinische Provinz Feuerland im Süden des Landes, in der auch Ushuaia liegt und von wo aus das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ aufgebrochen war, habe „seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 1996 keinen einzigen Hantavirus-Fall gemeldet“.

© AFP

Verstorbenes Paar bereiste mehrere Länder

Zuvor hatte das argentinische Gesundheitsministerium mitgeteilt, das niederländische Ehepaar habe vor ihrer Kreuzfahrt mehrere Länder in Südamerika bereist. Sie waren demnach am 27. November in Argentinien angekommen, reisten anschließend nach Chile und Uruguay weiter und kehrten am 27. März nach Argentinien zurück, um am 1. April an Bord der „Hondius“ zu gehen.

Die argentinischen Behörden verzeichnen derzeit nach eigenen Angaben einen Anstieg der Zahl der Hantavirus-Fälle in dem südamerikanischen Land. Das Gesundheitsministerium registrierte demnach im laufenden sogenannten epidemiologischen Jahr 101 Fälle - fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum, als 57 verzeichnet wurden. Der Biologe Raúl González Ittig sagte der Nachrichtenagentur AFP, dies sei nichts Außergewöhnliches, es handle sich um „vereinzelte Fälle“.

Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ lag seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Insgesamt drei Menschen starben bisher an den Folgen. Am Mittwochabend legte das Schiff ab Richtung Teneriffa auf den Kanarischen Inseln.