Amokfahrt in Leipzig

Auto rast in Menschenmenge: Todesopfer und Verletzte

04.05.2026

Bei einem Vorfall mit einem Auto in der Leipziger Innenstadt sind am Montagnachmittag nach Polizeiangaben zwei Menschen gestorben und mehr als 20 Menschen verletzt worden! Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wertet das Geschehen als mutmaßliche „Amokfahrt".

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© APA/dpa/Sebastian Willnow & X (Fotomontage)
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Leipzig. "Ein Pkw ist durch die Innenstadt gefahren", sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bestätigt zunächst zwei Tote: "Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter gefasst!"  Später korrigierte ein Polizeisprecher, dass eine Person ums Leben gekommen ist.

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Bei dem Mann handelte es sich um einen 33-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Er sei von Einsatzkräften noch an seinem Fahrzeug gestellt und festgenommen worden, teilte die Polizei in der sächsischen Stadt mit. Er befinde sich aktuell in polizeilichem Gewahrsam. 

SUV durch City gerast

Nach BILD-Informationen soll der Fahrer des weißen VW-Taigo-SUV über die Grimmaische Straße mit hoher Geschwindigkeit gefahren sein. Nach Angaben von "Radio Leipzig" gibt es bis 25 Verletzte. Etwa zehn Krankenwagen waren Unfallort im Einsatz. Die betroffene Bereich wurde von der Polizei komplett abgesperrt, alle Geschäfte sperrten zu.  

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Psychische auffällig 

Ein MDR-Reporter vor Ort meldet unter Berufung auf Augenzeugen, das Auto sei 70 bis 80 km/h schnell gefahren. Es handelt sich offenbar um einen grauen VW Taigo. Laut "Leipziger Volkszeitung" wurde dieser durch einen versenkbaren Poller gestoppt. 

Die Grimmaische Straße, eine Einkaufsstraße, führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution. Der Täter soll bei seiner Festnahme psychisch auffällig gewesen sein. Laut Polizei  konnte des "Fahrzeug nebst Fahrer kurz darauf gestellt werden, von ihm geht derzeit keine Gefahr mehr aus." 

Augenzeugin schildert Horror

Eine Augenzeugin, die in einem der Geschäfte arbeitet, die in der betroffenen Straße liegen, berichtet FOCUS online: "Ich bin noch völlig geschockt. Ich habe aus dem Geschäft gesehen, wie ein Auto durchgerast ist. Menschen wurden überfahren. Mehr habe ich nicht gesehen, dann ist er aus meinem Blickfeld gefahren. Das Auto war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, es war ein größerer PKW. Jetzt ist die Straße voll mit Rettungswagen und Polizei." 

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Der MDR berichtete von einem Großeinsatz der Polizei in der Leipziger Innenstadt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): "Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen. Kretschmer kündigte eine lückenlose Aufklärung an: „Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.“