Harte Ansage

"Kurzes Telefonat": Magyar serviert Putin ab

14.04.2026

Ungarns künftiger Regierungschef Péter Magyar bricht mit der Russland-Nähe. Er kündigt eine harte Prüfung aller Verträge an und findet nach seinem Wahlsieg deutliche Worte Richtung Kreml.

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Magyars Wahlsieg mit einer Zweidrittelmehrheit sorgt für eine politische Zeitenwende bei unserem Nachbarn. Péter Magyar stellte auf einer Pressekonferenz klar: "Wenn Wladimir Putin mich anruft, werde ich abheben. Ich glaube nicht, dass es dazu kommen wird – ich selbst werde ihn nicht anrufen – aber falls wir doch sprechen sollten, würde ich ihm sagen, er solle doch bitte so nett sein und nach nunmehr vier Jahren endlich das Morden beenden und diesen Krieg beenden." Magyar weiter: "Wahrscheinlich wäre es ein kurzes Telefongespräch. Und ich glaube nicht, dass er aufgrund meines Rates den Krieg beenden würde."

Verträge mit Russland unter der Lupe

Die neue Führung in Ungarn plant, sämtliche Verträge mit Russland rigoros zu checken. "Wenn nötig, werden wir sie neu verhandeln, wenn nötig, werden wir sie kündigen", stellte Magyar klar. Ein pragmatisches Verhältnis werde zwar angestrebt, aber nur zu besseren finanziellen Bedingungen für Ungarn, so Magyar.

Frostige Reaktion aus Moskau

Russlands Reaktion auf Magyars Wahlsieg fiel unterkühlt aus. Kreml-Sprecher Peskow bezeichnete Ungarn als "unfreundliches Land" und verzichtete auf Glückwünsche zum Erfolg bei der Wahl. Magyar lässt das unbeeindruckt. Er hofft, dass Putin unabhängig von Ratschlägen bald gezwungen sein wird, den Krieg innerhalb kürzester Frist zu beenden. Auch bei Donald Trump sieht er keinen Sinn in einem Anruf, setzt aber auf gute Partnerschaft mit den USA.