Deutschland
Razzia: Fünf Top-IS-Hintermänner festgenommen
"Nummer 1 des IS in Deutschland" festgenommen
"Das ist der Schlimmste", zitierten die Medien Sicherheitskreise. Seit dem Herbst vergangenen Jahres ermittle die Bundesanwaltschaft gegen ihn und mutmaßliche Helfer. Sie sollen demnach vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen junge Muslime für den IS angeworben und bei der Ausreise logistisch und finanziell unterstützt haben. Den Medienberichten zufolge hatten Aussagen eines IS-Rückkehrers maßgeblichen Anteil an den Festnahmen.
Der 22-Jährige war nach einem mehrmonatigen Aufenthalt im IS-Gebiet in Syrien in die Türkei geflohen und hat sich nach eigenen Aussagen von der Terrormiliz losgesagt. Bevor er Ende September nach Deutschland zurückgekehrt sei, habe der Mann NDR, WDR und "SZ" in der Türkei ein Interview gegeben, in dem er "Abu Walaa" schwer belastet und als "die Nummer 1 des IS in Deutschland" bezeichnet habe.
Erst im August sei es zu Durchsuchungen gekommen. Unter den durchsuchten Objekten sei eine Moschee in der Hildesheimer Nordstadt gewesen, die als deutschlandweit bedeutender Treffpunkt der salafistischen Szene gilt. Sicherheitsbehörden hätten schon länger beobachtet, dass es im zeitlichen Umfeld zu Islamseminaren des Predigers in der Hildesheimer Moschee zu Ausreisen in Richtung Syrien gekommen war.